Aktuelle Stellen: Medizinische Fachangestellte

Was macht man in diesem Beruf?

Die Gruppe fasst nichtärztliche Gesundheitsfachberufe zusammen. Medizinische Fachangestellte (MFA) organisieren den Praxis- oder Ambulanzbetrieb, assistieren bei Untersuchungen, nehmen Blut ab, führen einfache Laboruntersuchungen durch und rechnen Leistungen ab. Medizinische Technologinnen und Technologen, früher MTA, arbeiten in Labor, Radiologie oder Funktionsdiagnostik; verwandt sind biologisch- und chemisch-technische Assistenzberufe (BTA, CTA) sowie die veterinärmedizinische Variante (VMTA). Diätassistentinnen und Diätassistenten planen Ernährungstherapien und beraten Patientinnen und Patienten. Die Anzeigen im Bestand umfassen außerdem Stellen in Laborbetrieb und Verhandlung mit Krankenkassen, die fachlich angrenzen.

Arbeitsalltag

MFA arbeiten am Empfang, im Behandlungsraum und am Computer: Termine vergeben, Patienten aufnehmen, Untersuchungen vorbereiten, Injektionen geben, Befunde verwalten. In Kliniken, etwa in chirurgischen Ambulanzen oder der forensischen Psychiatrie, kommen fachspezifische Aufgaben hinzu. Im Labor bedienen Technologen Analysegeräte, bereiten Proben vor, führen Qualitätskontrollen durch und validieren Ergebnisse, teils im Schicht- und Bereitschaftsdienst. Diätassistenten erstellen Kostpläne, beraten in Einzel- und Gruppengesprächen und arbeiten mit Küche und Stationen zusammen. In Praxen ist das Arbeitsaufkommen hoch und die Taktung eng.

Perspektiven

MFA und medizinische Technologen werden in vielen Regionen gesucht. Fortbildungen etwa zur Versorgungsassistenz in der Hausarztpraxis (VERAH), zur Praxismanagerin, zur Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen oder in Endoskopie und Ambulantem Operieren erweitern die Aufgaben. Technologen können sich auf Bereiche wie Molekularbiologie, Transfusionsmedizin oder Strahlentherapie spezialisieren oder in Industrie, Forschung und Vertrieb wechseln. Diätassistenten finden Stellen in Kliniken, Rehabilitation, Beratungspraxen und der Gemeinschaftsverpflegung. Studiengänge in Gesundheitsmanagement, Ernährungswissenschaft oder Medizintechnik bieten weitere Wege.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Anforderungen hängen vom Einsatzort ab. Der Empfang und die Abrechnung sind überwiegend sitzende Bildschirmarbeit mit viel Kommunikation, auch am Telefon. Assistenz bei Untersuchungen und Laborarbeit erfordern Feinmotorik, gutes Sehen für Proben und Geräte und teils längeres Stehen. Hygieneregeln und Schutzkleidung gelten in allen Bereichen.

Viele Anpassungen sind möglich: höhenverstellbare Labor- und Arbeitstische, ergonomische Pipetten, Vergrößerungshilfen, Headsets mit Verstärkung oder schriftbasierte Kommunikation, klare Aufgabenschwerpunkte etwa in Verwaltung und Abrechnung. In kleinen Praxen ist die Arbeitsteilung begrenzter als in Kliniken oder großen Laboren, dafür sind Absprachen oft direkter. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert technische Arbeitshilfen und berät auch kleine Arbeitgeber. Arztpraxen mit weniger als 20 Arbeitsplätzen unterliegen zwar keiner Beschäftigungspflicht, können aber dieselben Förderleistungen erhalten.