Aktuelle Stellen: Medizinischer Fachangestellter

Was macht man in diesem Beruf?

Medizinische Fachangestellte (MFA) arbeiten an der Schnittstelle zwischen Patientinnen und Patienten, ärztlichem Personal und Verwaltung. Sie empfangen Patienten, vergeben Termine, nehmen Daten auf und bereiten Untersuchungen vor. Unter ärztlicher Anleitung führen sie Blutentnahmen, Injektionen, Verbandswechsel, EKG, Lungenfunktionstests oder Blutdruckmessungen durch. Dazu kommen Laborarbeiten, die Hygiene und Sterilisation von Instrumenten sowie die Dokumentation und Abrechnung von Leistungen mit gesetzlichen und privaten Krankenkassen. In Kliniken arbeiten MFA auch in Ambulanzen, in der Funktionsdiagnostik, etwa bei EEG- oder Nervenleitungsmessungen, oder als Stationssekretärin bzw. Stationssekretär, wo die Organisation von Aufnahmen, Befunden und Entlassungen im Vordergrund steht. Bei Behörden wie der Bundeswehr in Musterungszentren oder beim Gesundheitsamt unterstützen sie ärztliche Untersuchungen und Begutachtungen.

Arbeitsalltag

In einer Arztpraxis beginnt der Tag oft früh mit Blutentnahmen vor der Sprechstunde. Danach wechseln sich Empfang, Telefon, Behandlungsassistenz und Verwaltung ab. Die Arbeit ist geprägt von dichtem Patientenaufkommen, häufigen Unterbrechungen und Zeitdruck, besonders in Infektzeiten. Viel Zeit entfällt auf Bildschirmarbeit mit der Praxis- oder Kliniksoftware. Im Behandlungsbereich wird überwiegend gestanden und gegangen, gelegentlich müssen Patientinnen und Patienten gestützt oder gelagert werden. Praxen haben feste Sprechzeiten, manche auch Abendsprechstunden oder Samstagsdienste. In Krankenhäusern kommen in Notaufnahmen und Ambulanzen Spät-, Wochenend- und teils Nachtdienste hinzu, während Stationssekretariate und Funktionsdiagnostik meist im Tagdienst arbeiten. Der Umgang mit kranken, ängstlichen oder ungeduldigen Menschen gehört dazu, ebenso der Kontakt mit Körperflüssigkeiten und Infektionserregern.

Perspektiven

MFA werden in nahezu allen Regionen gesucht, die Nachfrage ist seit Jahren hoch. Mit Fortbildungen der Ärztekammern lassen sich Schwerpunkte setzen, etwa als Nichtärztliche Praxisassistentin, in Ambulantem Operieren, Wundversorgung, Diabetologie oder Praxismanagement. Die Aufstiegsfortbildung zur Fachwirtin oder zum Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung öffnet Leitungsaufgaben in Praxen und Versorgungszentren. Mit Berufserfahrung ist auch ein Wechsel in Verwaltung, Abrechnung, Krankenkassen, Medizinischen Dienst oder die Pharmabranche möglich. Ein Studium, etwa im Gesundheitsmanagement, ist je nach Bundesland auch ohne Abitur nach Ausbildung und Berufspraxis zugänglich.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Der Beruf verbindet körperliche Tätigkeiten mit Büroarbeit, und die Gewichtung unterscheidet sich stark je nach Arbeitsplatz. Behandlungsassistenz verlangt längeres Stehen und Gehen, sichere Feinmotorik für Blutentnahmen und Injektionen, gutes Sehen beim Ablesen von Werten und gelegentliches Stützen von Patienten. Empfang und Telefon setzen Verständigung im ständigen Kundenkontakt voraus. Stationssekretariat, Abrechnung und Terminorganisation sind dagegen überwiegend sitzende Bildschirmtätigkeiten mit planbaren Arbeitszeiten. Hilfreich sind höhenverstellbare Tische und Behandlungsliegen, Steh-Sitz-Hilfen, Vergrößerungssoftware und Screenreader, Headsets mit Verstärkung oder Telefone mit Untertitelung sowie eine angepasste Aufgabenverteilung im Team. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz und berät Arbeitgeber. Größere Kliniken und öffentliche Arbeitgeber haben eine Schwerbehindertenvertretung und bieten mehr Spielraum für einen Wechsel zwischen Arbeitsbereichen, etwa von der Notaufnahme in die Funktionsdiagnostik oder Verwaltung.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.