Aktuelle Stellen: Arzt

Was macht man in diesem Beruf?

Ärztinnen und Ärzte erheben Befunde, stellen Diagnosen, planen Therapien und begleiten Patientinnen und Patienten durch die Behandlung. Nach dem Medizinstudium arbeiten sie zunächst als Assistenzärzte in der Weiterbildung zum Facharzt, später als Fach-, Ober- oder leitende Ärzte. Die Anzeigen im Bestand reichen von der Gefäßchirurgie und Neurologie über Kindergastroenterologie und Frührehabilitation bis zu Stellen außerhalb der Klinik, etwa in einem Sozialpsychiatrischen Dienst oder beim ärztlichen Dienst der Bundeswehr. In diese Gruppe fallen auch Stellen für Psychologinnen und Psychologen in Kliniken, die Diagnostik, Gespräche und therapeutische Angebote übernehmen.

Arbeitsalltag

Im Krankenhaus bestimmen Visiten, Aufnahmen, Untersuchungen, Eingriffe, Besprechungen und umfangreiche Dokumentation den Tag. Dazu kommen Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsdienste, die insbesondere in der Weiterbildungszeit einen großen Teil der Arbeitszeit ausmachen. In operativen Fächern sind langes Stehen und feinmotorisch anspruchsvolle Arbeit üblich. In Rehabilitation, Gesundheitsämtern, Begutachtung oder Forschung sind die Arbeitszeiten meist planbarer. Emotionale Belastung durch schwere Krankheitsverläufe, Zeitdruck und Personalmangel gehören zum Beruf und werden in vielen Häusern offen als Problem benannt.

Perspektiven

Der Bedarf an Ärztinnen und Ärzten ist hoch, besonders in ländlichen Regionen, in der Psychiatrie, Kinder- und Jugendmedizin, Allgemeinmedizin und im öffentlichen Gesundheitsdienst. Nach der Facharztprüfung stehen Oberarztpositionen, Niederlassung in eigener Praxis, Anstellung in medizinischen Versorgungszentren, Tätigkeiten in Forschung und Lehre oder im Gutachterwesen offen. Psychologinnen und Psychologen können sich über die Weiterbildung zur Psychotherapeutin oder zum Psychotherapeuten weiter qualifizieren.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Anforderungen unterscheiden sich stark nach Fachgebiet. Operative Fächer verlangen körperliche Ausdauer, Stehen und Feinmotorik, Notaufnahme und Intensivmedizin schnelle Reaktion unter Druck. Fächer mit überwiegend konservativer, diagnostischer oder beratender Arbeit, etwa Psychiatrie, Radiologie, Labormedizin, Arbeitsmedizin, Rehabilitationsmedizin oder der öffentliche Gesundheitsdienst, stellen andere Anforderungen. Ärztinnen und Ärzte mit Behinderung arbeiten in allen Bereichen; entscheidend ist die individuelle Passung.

Für die Approbation wird die gesundheitliche Eignung geprüft; eine Behinderung schließt sie nicht grundsätzlich aus. Beim Zugang zum Medizinstudium gibt es Härtefall- und Nachteilsausgleichsregelungen. Im Klinikalltag helfen Spracherkennung für die Dokumentation, höhenverstellbare Untersuchungsliegen, angepasste Dienstpläne ohne Nachtdienste oder digitale Stethoskope mit Verstärkung. Schwerbehinderte Ärztinnen und Ärzte können Freistellung von Mehrarbeit verlangen, was bei langen Diensten relevant ist. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert Hilfsmittel und Arbeitsassistenz; die Schwerbehindertenvertretung unterstützt bei der Dienstplangestaltung.