Aktuelle Stellen: Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Was macht man in diesem Beruf?

Fachärztinnen und Fachärzte für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sind für die Gesundheit von Frauen von der Jugend bis ins hohe Alter zuständig. Sie übernehmen Vorsorge und Krebsfrüherkennung, die Behandlung von Entzündungen, Zyklusstörungen und Beschwerden in den Wechseljahren, die Verhütungsberatung und die Abklärung von Kinderwunsch. Ein großer Teil der Arbeit ist operativ: Bauchspiegelungen, Gebärmutterentfernungen, Eingriffe bei Senkungsbeschwerden und Operationen bei Brust- und Unterleibskrebs. In der Geburtshilfe betreuen sie Schwangere, überwachen Risikoschwangerschaften, leiten zusammen mit Hebammen Geburten und führen Kaiserschnitte durch. In Kliniken spezialisieren sich viele auf Senologie, also die Diagnostik und Behandlung von Brusterkrankungen, auf gynäkologische Onkologie oder auf spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin.

Arbeitsalltag

In der Klinik beginnt der Tag meist mit Frühbesprechung und Visite. Danach folgen je nach Einteilung OP-Programm, Sprechstunde, Ultraschalluntersuchungen oder Dienst im Kreißsaal. Dazu kommen Aufklärungsgespräche, Arztbriefe, Dokumentation und Tumorkonferenzen, in denen Behandlungen gemeinsam mit Onkologie, Radiologie und Pathologie festgelegt werden. Geburten richten sich nicht nach Dienstplänen: Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsdienste sind in der Geburtshilfe fester Bestandteil, Notfälle wie Blutungen oder ein eiliger Kaiserschnitt verlangen schnelle Entscheidungen unter Zeitdruck. Operationen bedeuten langes Stehen und präzise Handarbeit. Der Beruf ist zudem von vielen Gesprächen geprägt, auch in belastenden Situationen wie einer Krebsdiagnose oder einer Fehlgeburt. In der niedergelassenen Praxis sind die Arbeitszeiten planbarer, dafür kommen Abrechnung, Personalführung und wirtschaftliche Verantwortung hinzu.

Perspektiven

Der Bedarf an Fachärztinnen und Fachärzten in diesem Gebiet ist hoch, sowohl in Kliniken als auch in der ambulanten Versorgung, wo in vielen Regionen Praxisnachfolgen gesucht werden. In Kliniken führt der Weg über Oberarzt- und Sektionsleitungsstellen, etwa für Senologie oder Geburtshilfe, bis zur Chefarztposition. Schwerpunktbezeichnungen und Zusatzweiterbildungen wie gynäkologische Onkologie, Perinatalmedizin, Reproduktionsmedizin oder Pränataldiagnostik öffnen spezialisierte Tätigkeiten. Alternativen außerhalb der direkten Versorgung bieten der Medizinische Dienst, Gesundheitsämter, die Forschung sowie die pharmazeutische Industrie.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Anforderungen unterscheiden sich stark zwischen den Tätigkeitsbereichen. Operieren und Kreißsaal verlangen langes Stehen, sichere Feinmotorik, gutes Sehen und die Bereitschaft zu Nachtdiensten. Sprechstunde, Ultraschalldiagnostik, Brustsprechstunde oder Kinderwunschbehandlung sind dagegen weitgehend planbar und lassen sich überwiegend im Sitzen ausüben. Viele Einschränkungen lassen sich durch die Wahl des Schwerpunkts, durch angepasste Dienstpläne und durch technische Hilfen ausgleichen, etwa höhenverstellbare Untersuchungsstühle, OP-Stehhilfen, große Monitore, Spracherkennung für die Dokumentation oder verstärkte Stethoskope. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz, die Agentur für Arbeit und die Rentenversicherung unterstützen mit Leistungen zur Teilhabe. Schwerbehinderte Beschäftigte können Freistellung von Mehrarbeit verlangen und haben Anspruch auf Zusatzurlaub. Nach längerer Krankheit hilft das Betriebliche Eingliederungsmanagement, die Rückkehr zu gestalten, die Schwerbehindertenvertretung berät dabei.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.