Aktuelle Stellen: Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

Was macht man in diesem Beruf?

Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte erkennen und behandeln Krankheiten, Entwicklungsstörungen und Verletzungen bei Patienten von der Geburt bis etwa zum 18. Lebensjahr. Dazu gehören akute Infekte ebenso wie chronische Erkrankungen, etwa Asthma, Diabetes oder Epilepsie, sowie Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen. Ein großer Teil der Arbeit ist das Gespräch mit Eltern: Befunde erklären, Therapien abstimmen, bei schweren Diagnosen beraten. Nach der Facharztprüfung ist eine Spezialisierung möglich, zum Beispiel in Neonatologie, Kinderkardiologie, Kindergastroenterologie, Neuropädiatrie oder pädiatrischer Psychosomatik.

Arbeitsalltag

In der Klinik beginnt der Tag meist mit Übergabe und Visite auf der Station. Danach folgen Aufnahmen, Blutentnahmen und Zugänge bei kleinen Kindern, Ultraschalluntersuchungen, Elterngespräche, Konsile und die Dokumentation am Bildschirm, die viel Zeit beansprucht. Kinderkliniken arbeiten rund um die Uhr: Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsdienste in Notaufnahme, Kreißsaal oder auf der Kinderintensivstation gehören zum Klinikalltag, ebenso Zeitdruck in Infektwellen im Winter. Die Arbeit verlangt langes Stehen und Gehen sowie ruhige, sichere Handgriffe bei sehr kleinen Patienten. In der Praxis sind die Arbeitszeiten planbarer, dafür ist der Takt hoch: viele Patientenkontakte pro Tag, Vorsorgen, Impfsprechstunden und Abrechnung. Im öffentlichen Gesundheitsdienst stehen Schuleingangsuntersuchungen, Gutachten und Beratung im Vordergrund.

Perspektiven

Der Bedarf an Kinder- und Jugendärzten ist hoch, in vielen Regionen sind Praxissitze und Klinikstellen schwer zu besetzen. Im Krankenhaus führt der Weg vom Facharzt zum Oberarzt, leitenden Oberarzt und Chefarzt. Alternativ ist die Niederlassung in eigener Praxis, in einer Gemeinschaftspraxis oder die Anstellung in einem medizinischen Versorgungszentrum möglich. Weitere Felder sind sozialpädiatrische Zentren, Rehabilitationskliniken, der kinder- und jugendärztliche Dienst der Gesundheitsämter, der Medizinische Dienst sowie Forschung und Lehre an Universitätskliniken. Teilzeit ist in der Pädiatrie verbreitet.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Anforderungen unterscheiden sich stark zwischen den Arbeitsfeldern. Stationsarbeit und Notaufnahme verlangen Mobilität, Ausdauer, Feinmotorik bei Punktionen und die Bereitschaft zu Nachtdiensten. Wichtig sind auch Hören, etwa beim Abhören von Herz und Lunge, und Sehen bei Untersuchung und Bildschirmarbeit. Für viele Einschränkungen gibt es Lösungen: elektronische Stethoskope mit Verstärkung oder Anbindung an Hörsysteme, Vergrößerungssoftware und große Monitore, Spracherkennung für Arztbriefe, höhenverstellbare Untersuchungsliegen und Wickeltische sowie ergonomische Ultraschallplätze. Wer Nachtdienste oder langes Stehen meiden muss, findet planbarere Tätigkeiten in Praxen, sozialpädiatrischen Zentren, Reha-Kliniken oder im Gesundheitsamt. Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz fördert das Integrations- bzw. Inklusionsamt, Leistungen zur Teilhabe kommen von der Agentur für Arbeit oder der Rentenversicherung. Schwerbehinderte Beschäftigte können verlangen, von Mehrarbeit freigestellt zu werden, und haben Anspruch auf Zusatzurlaub.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.