Aktuelle Stellen: Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie

Was macht man in diesem Beruf?

Gastroenterologinnen und Gastroenterologen sind Internisten mit Schwerpunkt auf dem Verdauungstrakt. Sie behandeln unter anderem chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Lebererkrankungen wie Hepatitis und Zirrhose, Erkrankungen der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse, Blutungen im Magen-Darm-Trakt sowie Tumoren dieser Organe. Zentrale Verfahren sind Magen- und Darmspiegelung, Ultraschall des Bauchraums, Endosonographie und die ERCP zur Untersuchung und Behandlung der Gallen- und Pankreasgänge. Viele Eingriffe sind zugleich Therapie: Polypen werden abgetragen, Blutungen gestillt, Engstellen geweitet oder Stents gelegt. Hinzu kommen die internistische Gesamtbehandlung, Aufklärung, Befundung und Dokumentation.

Arbeitsalltag

Im Krankenhaus wechseln sich Stationsarbeit, Endoskopie und Sonographie ab. Der Tag beginnt meist mit Visite und Besprechung, danach folgen geplante Untersuchungen in der Endoskopieabteilung, Aufnahmen über die Notaufnahme und Gespräche mit Patienten und Angehörigen. Endoskopien werden überwiegend im Stehen durchgeführt und verlangen ruhige Hände, gute Hand-Augen-Koordination und Konzentration am Monitor. Bei ERCP und manchen Interventionen wird unter Röntgenkontrolle gearbeitet, was das Tragen einer Bleischürze bedeutet. Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsdienste gehören im Krankenhaus dazu, ebenso Rufbereitschaft für Notfallendoskopien bei akuten Blutungen. Oberärztinnen und Oberärzte übernehmen zusätzlich Supervision, Weiterbildung jüngerer Kollegen und organisatorische Aufgaben. In einer gastroenterologischen Praxis sind die Zeiten planbarer; dort stehen Vorsorgekoloskopien, Sprechstunde und die Langzeitbetreuung chronisch Kranker im Vordergrund.

Perspektiven

Der Bedarf ist hoch, unter anderem durch Darmkrebsvorsorge, eine älter werdende Bevölkerung und die Zunahme von Lebererkrankungen. Fachärzte finden Stellen in Kliniken aller Größen, in Praxen und medizinischen Versorgungszentren. Der klinische Weg führt über die Oberarztstelle bis zur Chefarztposition. Alternativ ist die Niederlassung mit eigener Praxis möglich. Zusatzqualifikationen etwa in Hepatologie, Proktologie, Ernährungsmedizin oder interventioneller Endoskopie eröffnen Spezialisierungen. Auch Forschung an Universitätskliniken, gutachterliche Tätigkeit oder Aufgaben im Medizinischen Dienst sind möglich.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Anforderungen sind unterschiedlich verteilt. Endoskopie bedeutet langes Stehen, Feinmotorik und präzises Sehen am Bildschirm; unter Röntgen kommt das Gewicht der Strahlenschutzkleidung hinzu. Stationsarbeit verlangt Gehen, Kommunikation und oft Arbeiten unter Zeitdruck, Dienste bringen Nachtarbeit und Schlafunterbrechung. Gleichzeitig gibt es Tätigkeiten, die überwiegend im Sitzen stattfinden, etwa Sonographie, Sprechstunde, Befundung und Funktionsdiagnostik. Hilfreich sind höhenverstellbare Untersuchungsliegen, Steh-Sitz-Hilfen, deckengehängte Strahlenschutzsysteme, große Monitore, Spracherkennung für Befunde und digitale Stethoskope mit Verstärkung. Technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz fördert das Integrations- bzw. Inklusionsamt. Schwerbehinderte Beschäftigte können nach § 207 SGB IX die Freistellung von Mehrarbeit verlangen, was für die Dienstplanung eine Rolle spielt. Die Schwerbehindertenvertretung der Klinik unterstützt bei Absprachen über Dienste und Einsatzbereiche, nach längerer Krankheit greift das Betriebliche Eingliederungsmanagement.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.