Aktuelle Stellen: Facharzt für Innere Medizin

Was macht man in diesem Beruf?

Internistinnen und Internisten sind für Erkrankungen zuständig, die nicht chirurgisch, sondern vor allem durch Diagnostik und Medikamente behandelt werden. Dazu gehören Herzschwäche, Bluthochdruck, Diabetes, Lungenentzündungen, chronische Darmerkrankungen, Nierenversagen oder Infektionen. Sie erheben die Krankengeschichte, untersuchen körperlich, ordnen Laborwerte, Ultraschall, EKG und Röntgenbefunde ein und legen die Therapie fest. Viele Patientinnen und Patienten sind älter und haben mehrere Erkrankungen gleichzeitig, sodass das Abwägen von Medikamenten und Behandlungszielen einen großen Teil der Arbeit ausmacht. Nach dem Facharzt spezialisieren sich viele weiter, etwa in Kardiologie, Gastroenterologie, Pneumologie, Nephrologie oder Hämatologie und Onkologie.

Arbeitsalltag

Im Krankenhaus beginnt der Tag meist mit der Frühbesprechung, danach folgen Visite auf der Station, Aufnahmen über die Notaufnahme, Untersuchungen wie Sonografie oder Endoskopie, Gespräche mit Angehörigen und das Schreiben von Arztbriefen. Ein erheblicher Teil der Zeit entfällt auf Dokumentation am Bildschirm. Zum Klinikalltag gehören Bereitschaftsdienste in der Nacht und am Wochenende, Rufdienste und Einsätze in der Notaufnahme oder auf der Intensivstation. Das Arbeitstempo ist hoch, Entscheidungen müssen oft unter Zeitdruck fallen. In der Praxis sind die Arbeitszeiten planbarer, dafür ist die Zahl der Patientenkontakte am Tag hoch, und es kommen Abrechnung, Hausbesuche und bei eigener Niederlassung Personalführung und wirtschaftliche Verantwortung hinzu. Im öffentlichen Gesundheitsdienst, beim Medizinischen Dienst oder bei der Rentenversicherung stehen Begutachtung und Beratung im Vordergrund, meist zu regulären Bürozeiten.

Perspektiven

Der Bedarf an Internistinnen und Internisten ist groß, sowohl in Kliniken als auch in der hausärztlichen Versorgung, wo viele Praxen in ländlichen Regionen Nachfolger suchen. Im Krankenhaus führt der Weg über die Oberarztstelle bis zur Chefarztposition. Zusatzweiterbildungen wie Notfallmedizin, Intensivmedizin, Palliativmedizin oder Sozialmedizin öffnen weitere Tätigkeitsfelder. Alternativen außerhalb der direkten Patientenversorgung bieten Gesundheitsämter, Gutachterdienste, Arbeitsmedizin, Forschung und die pharmazeutische Industrie.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Anforderungen unterscheiden sich stark nach Arbeitsort. In der Klinik zählen langes Stehen und Gehen bei Visiten, Feinmotorik bei Punktionen und Endoskopien, gutes Sehen für Bildgebung und Befunde sowie Hören beim Abhören von Herz und Lunge. Nachtdienste und Zeitdruck in der Notaufnahme sind für viele die größte Belastung. Hilfreich sind elektronische Stethoskope mit Verstärkung oder Anbindung an Hörgeräte, Spracherkennung für Arztbriefe, Großbildschirme und Vergrößerungssoftware, höhenverstellbare Untersuchungsplätze und Sitzhilfen bei der Sonografie. Dienstpläne lassen sich so gestalten, dass Nachtdienste entfallen oder reduziert werden. Wo die klinische Arbeit dauerhaft nicht passt, bieten Tätigkeiten in Begutachtung, Gesundheitsamt oder einer Praxis mit festen Sprechzeiten eine fachlich naheliegende Alternative. Schwerbehinderte Beschäftigte können auf Verlangen von Mehrarbeit freigestellt werden und haben Anspruch auf Zusatzurlaub.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.