Aktuelle Stellen: Therapeut

Diakonie Nord Nord Ost in Holstein gemeinnützige GmbH

Physiotherapeut*in

  • Lübeck
  • 12.09.2026
  • Vollzeit

Was macht man in diesem Beruf?

Die Berufsgruppe umfasst vor allem Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister sowie Spezialtherapeuten in Kliniken, etwa in Kunst-, Musik- oder Bewegungstherapie. Physiotherapeuten verbessern Beweglichkeit, Kraft und Koordination, zum Beispiel nach Operationen oder bei neurologischen Erkrankungen. Ergotherapeuten unterstützen Menschen dabei, Alltag, Arbeit und Freizeit trotz Einschränkungen selbstständig zu gestalten. Die Anzeigen im Bestand stammen häufig aus Psychiatrie, Tageskliniken und Tagesstrukturzentren, in denen Therapie Teil eines multiprofessionellen Konzepts ist.

Arbeitsalltag

Behandelt wird in Einzel- oder Gruppentherapien im Takt eines Terminplans, in Praxen häufig im 20- bis 30-Minuten-Rhythmus. Physiotherapie ist körperlich fordernd: Patienten werden mobilisiert, gelagert und angeleitet, Therapeuten stehen und bewegen sich viel. Ergotherapie umfasst Alltagstraining, handwerkliche und kreative Verfahren, Hirnleistungstraining und Hilfsmittelberatung. In Kliniken gehören Teambesprechungen und Dokumentation dazu, in Praxen auch Hausbesuche in Heimen und Wohnungen. Personalmangel und Zeitdruck sind verbreitet, Arbeitszeiten in Praxen reichen teils in den Abend.

Perspektiven

Therapeutische Fachkräfte werden bundesweit gesucht, die Bundesagentur für Arbeit führt Physiotherapie seit Jahren als Engpassberuf. Weiterbildungen etwa in manueller Therapie, Lymphdrainage, Bobath oder neurologischer Rehabilitation erweitern die Einsatzmöglichkeiten und können in Praxen zu höherer Vergütung führen. Möglich sind Leitungsfunktionen, die Selbstständigkeit mit eigener Praxis, Lehrtätigkeit an Berufsfachschulen oder ein Studium in Therapiewissenschaften. Die Akademisierung der Berufe wird politisch diskutiert, die schulische Ausbildung bleibt bislang der Regelweg.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Anforderungen unterscheiden sich innerhalb der Gruppe. Physiotherapie und Massage erfordern Kraft, Stehen, Heben und Transferleistungen, die sich durch Hilfsmittel wie höhenverstellbare Behandlungsliegen, Lifter und Rutschbretter erleichtern, aber nicht ganz vermeiden lassen. Ergo- und Spezialtherapien sind stärker kommunikativ, anleitend und handwerklich, mit wechselnden Anteilen körperlicher Arbeit. Psychisch fordernd ist in allen Bereichen die Arbeit mit schwer erkrankten Menschen.

Eine Arbeitsplatzanpassung kann ein angepasster Behandlungsraum, die Konzentration auf bestimmte Patientengruppen oder Behandlungsformen, eine Verringerung der Hausbesuche oder ein verlängerter Behandlungstakt sein. Therapeutinnen und Therapeuten mit eigener Behinderungserfahrung bringen in Rehabilitation und Hilfsmittelberatung oft wertvolles Wissen mit. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert technische Arbeitshilfen und berät Arbeitgeber, und bei drohender Berufsunfähigkeit kann die Rentenversicherung als Reha-Träger Umschulungen oder Anpassungsqualifizierungen finanzieren.

Im Bewerbungsprozess ist es sinnvoll, die Verteilung von Behandlungsformen, den Anteil an Hausbesuchen und die Ausstattung der Therapieräume konkret anzusprechen. Kliniken und größere Praxen können Aufgaben oft flexibler verteilen als kleine Einzelpraxen.