Aktuelle Stellen: Masseur und medizinischer Bademeister

Was macht man in diesem Beruf?

Masseure und medizinische Bademeister setzen Verfahren der physikalischen Therapie ein, um Schmerzen zu lindern, Verspannungen zu lösen, die Durchblutung zu fördern und die Heilung nach Verletzungen, Operationen oder bei chronischen Erkrankungen zu unterstützen. Grundlage ist meist eine ärztliche Verordnung. Zu den Behandlungen gehören klassische Massage, Bindegewebs- und Reflexzonenmassage, mit Zusatzqualifikation die manuelle Lymphdrainage, außerdem medizinische Bäder, Unterwassermassage, Güsse, Fango- und Heißluftanwendungen, Kältetherapie, Elektrotherapie und Inhalationen. Vor der Behandlung befragen sie die Patienten, prüfen Gewebe und Beweglichkeit und dokumentieren den Verlauf. In Präventions- und Rehabilitationseinrichtungen leiten sie teilweise auch Bewegungsübungen im Wasser oder Entspannungsangebote an.

Arbeitsalltag

Der Tag ist in feste Behandlungstermine von meist 20 bis 30 Minuten gegliedert. In Praxen folgen die Termine dicht aufeinander, was Zeitdruck erzeugt; zwischen den Behandlungen werden Liegen vorbereitet, Packungen erwärmt und Bäder eingelassen. Die Arbeit findet überwiegend im Stehen statt, Hände, Arme und Schultern werden dauerhaft belastet. Im Bäderbereich ist es warm und feucht, Patienten müssen teils beim Umsetzen oder beim Ein- und Ausstieg aus Wannen unterstützt werden. Hinzu kommen Abrechnung und Dokumentation am Computer. Praxen bieten oft Termine am frühen Morgen, am Abend und am Samstag an, Kurbetriebe und Thermen arbeiten auch am Wochenende. Nachtdienste kommen in der Regel nicht vor. Der Kontakt mit Menschen ist eng und körpernah, Einfühlungsvermögen und klare Kommunikation sind gefragt.

Perspektiven

Fachkräfte werden in Praxen und Reha-Einrichtungen bundesweit gesucht, vor allem wegen des steigenden Behandlungsbedarfs einer älteren Bevölkerung. Weiterbildungen in manueller Lymphdrainage und komplexer physikalischer Entstauungstherapie erweitern die abrechenbaren Leistungen und sind in vielen Stellenanzeigen gewünscht. Weitere Möglichkeiten sind Sportphysiotherapie, Medizinische Trainingstherapie oder eine Tätigkeit als Lehrkraft an Fachschulen. Über eine verkürzte Ergänzungsausbildung ist der Wechsel in die Physiotherapie möglich. Eine eigene Praxis mit Kassenzulassung lässt sich mit entsprechender Qualifikation und Erfahrung gründen.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Der Beruf verlangt Kraft und Ausdauer in Händen und Armen, langes Stehen, sicheres Bewegen in nassen Räumen und gelegentliches Stützen von Patienten. Gutes Tastempfinden ist zentral, das Sehen dagegen weniger. Die Ausbildung wird seit Langem auch für blinde und sehbehinderte Menschen angeboten, unter anderem an spezialisierten Berufsförderungswerken. Hilfreich sind elektrisch höhenverstellbare Behandlungsliegen, Patientenlifter, rutschfeste Böden, Sitzhocker für Behandlungen im Sitzen sowie Screenreader, Braillezeile oder Vergrößerungssoftware für Dokumentation und Terminplanung. Bei Hörbeeinträchtigungen helfen eine ruhige Behandlungsumgebung und schriftliche Anamnesebögen. Ein angepasster Terminplan mit Pausen oder ein höherer Anteil an Bäder- und Elektrotherapie kann die körperliche Belastung verringern. Größere Kliniken und Reha-Einrichtungen haben häufig eine Schwerbehindertenvertretung und mehr Spielraum für Arbeitsplatzanpassungen als kleine Praxen.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.