Aktuelle Stellen: Psychologe

Was macht man in diesem Beruf?

Psychologen befassen sich mit dem Erleben und Verhalten von Menschen. Im klinischen Bereich klären sie in Gesprächen und mit standardisierten Tests, ob eine psychische Störung vorliegt, und planen die Behandlung. Mit Approbation als Psychologischer Psychotherapeut behandeln sie Depressionen, Angststörungen, Traumafolgen oder Suchterkrankungen eigenverantwortlich, meist mit verhaltenstherapeutischen, tiefenpsychologischen oder systemischen Verfahren. Ohne Approbation arbeiten Psychologen in Diagnostik, Beratung, Gruppenangeboten und psychoedukativen Programmen. In der Schmerztherapie helfen sie Menschen mit chronischen Schmerzen, Belastungen zu verstehen, Entspannungsverfahren zu erlernen und den Alltag trotz Beschwerden zu bewältigen. Weitere Felder sind Rehabilitation, Neuropsychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie sowie Verkehrspsychologie.

Arbeitsalltag

Der Tag besteht überwiegend aus Einzel- und Gruppengesprächen, die meist 50 Minuten dauern. Dazwischen liegen Testauswertung, Dokumentation, Berichte für Kostenträger oder Gutachten sowie Teambesprechungen mit Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten und Sozialarbeitern. In Kliniken gehören Visiten und Fallkonferenzen dazu. Die Arbeitszeiten liegen in Kliniken und Beratungsstellen überwiegend tagsüber an Werktagen; in der Akutpsychiatrie kann es Spät- oder Bereitschaftsdienste geben, in Praxen Abendtermine. Die Arbeit ist körperlich wenig belastend, aber emotional fordernd: Berichte über Gewalt, Suizidgedanken oder Krisen gehören dazu, ebenso volle Terminkalender und Dokumentationsdruck. Supervision und Intervision sind feste Bestandteile, um diese Belastung aufzufangen.

Perspektiven

Der Bedarf an psychotherapeutischer Versorgung ist hoch, Wartezeiten auf Therapieplätze sind lang. Kliniken, Rehaeinrichtungen und Beratungsstellen suchen regelmäßig Psychologen, besonders solche mit Approbation oder in fortgeschrittener Aus- oder Weiterbildung. Mit Approbation ist die Niederlassung in eigener Praxis möglich, für die Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen ist allerdings ein Kassensitz nötig, der in vielen Regionen begrenzt ist. Spezialisierungen etwa in spezieller Schmerzpsychotherapie, Neuropsychologie oder Traumatherapie erweitern die Einsatzmöglichkeiten. Leitende Psychologen übernehmen Verantwortung für Teams, Konzepte und Ausbildungskandidaten.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Der Beruf verlangt wenig Heben, Gehen oder Feinmotorik, er findet überwiegend im Sitzen in Gesprächs- und Büroräumen statt. Zentral sind Sprechen, Zuhören, die Wahrnehmung von Mimik und Tonfall sowie mehrstündige Konzentration. Hinzu kommen Bildschirmarbeit für Dokumentation und Testauswertung sowie Zeitdruck durch eng getaktete Termine. Für Menschen mit Sehbehinderung helfen Screenreader, Vergrößerungssoftware und barrierefrei nutzbare Testverfahren, für Menschen mit Hörbehinderung moderne Hörtechnik, ruhige Räume mit guter Akustik oder Gruppen in kleiner Besetzung. Bei Mobilitätseinschränkungen kommt es auf einen barrierefreien Therapieraum und kurze Wege an. Wer schnell ermüdet, profitiert von Pausen zwischen den Sitzungen, einer reduzierten Zahl an Patientenkontakten oder Teilzeit. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz, die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung tragen Leistungen zur Teilhabe. Viele Stellen liegen im öffentlichen Dienst, wo schwerbehinderte Bewerber nach § 165 SGB IX zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden müssen, sofern die fachliche Eignung nicht offensichtlich fehlt.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.