Aktuelle Stellen: Psychologisch-technischer Assistent

Was macht man in diesem Beruf?

Psychologisch-technische Assistenten unterstützen Psychologinnen und Psychologen bei der Diagnostik. Sie leiten psychologische Tests an, etwa zu Konzentration, logischem Denken, Reaktionsfähigkeit, Merkfähigkeit oder beruflicher Eignung. Die meisten Verfahren laufen heute am Computer. Die Assistenz erklärt den Testpersonen den Ablauf, achtet auf gleiche Bedingungen für alle, beobachtet das Verhalten während der Testung und dokumentiert Auffälligkeiten. Anschließend werden die Ergebnisse ausgewertet und für die Psychologin oder den Psychologen aufbereitet, die daraus Gutachten oder Empfehlungen erstellen. Typische Einsatzfelder sind die Eignungsfeststellung bei der Bundesagentur für Arbeit, die Eignungsprüfung bei der Bundeswehr, die Fahreignungsbegutachtung, die Neuropsychologie in Kliniken und die psychologische Forschung.

Arbeitsalltag

Der Tag ist meist durch feste Testtermine gegliedert. Vor Beginn werden Räume und Testplätze vorbereitet, Software gestartet und Unterlagen bereitgelegt. Testungen finden einzeln oder in Gruppen statt; bei Gruppentestungen leitet eine Person mehrere Teilnehmende gleichzeitig an und muss Ruhe und Ablauf im Raum sichern. Ein großer Teil der Arbeit ist Bildschirmarbeit: Ergebnisse prüfen, Daten erfassen, Berichte vorbereiten, Termine vergeben und Akten führen. Der Kontakt mit Menschen gehört ständig dazu. Viele Testpersonen sind nervös, haben Sprachschwierigkeiten oder eigene Einschränkungen, was Geduld und klare Sprache verlangt. Gearbeitet wird in der Regel tagsüber zu Bürozeiten, in Behörden oft mit Gleitzeit. Schicht- oder Nachtdienst ist selten. An Standorten mit hohem Andrang, etwa in Musterungs- oder Assessmentzentren, können eng getaktete Termine und Zeitdruck entstehen. Mitunter sind Einsätze an Außenstellen nötig. Datenschutz und Verschwiegenheit spielen eine große Rolle, da mit sensiblen persönlichen Daten gearbeitet wird.

Perspektiven

Der Beruf ist klein und nicht bundeseinheitlich geregelt. Wichtigste Arbeitgeber sind öffentliche Stellen, vor allem die Bundesagentur für Arbeit mit dem Berufspsychologischen Service und die Bundeswehr. Diese Stellen sind meist unbefristet und tariflich vergütet. Daneben gibt es Stellen in Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen, Begutachtungsstellen für Fahreignung, Personalauswahl und an Hochschulen. Mit Erfahrung sind koordinierende Aufgaben möglich, etwa die Organisation von Testabläufen, die Einarbeitung neuer Kräfte oder die Betreuung von Testsoftware. Wer weiter aufsteigen will, kann über ein Studium der Psychologie neue Wege gehen; Verwaltungsfortbildungen im öffentlichen Dienst sind eine weitere Option.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Tätigkeit ist körperlich wenig belastend und wird überwiegend im Sitzen ausgeübt. Schweres Heben fällt nicht an, lange Wege sind selten. Gefordert sind konzentrierte Bildschirmarbeit, sicheres Sprechen und Hören für die Instruktion sowie Sehen für die Beobachtung von Testpersonen. Bei Sehbeeinträchtigungen helfen Vergrößerungssoftware, große Monitore und gute Beleuchtung; ob Screenreader funktionieren, hängt von der jeweiligen Testsoftware ab und sollte vorab geklärt werden. Bei Hörbeeinträchtigungen können Hörtechnik, ruhige Räume und Einzeltestungen statt großer Gruppen den Ablauf erleichtern. Ein höhenverstellbarer Arbeitsplatz und ergonomische Eingabegeräte entlasten bei langer Bildschirmarbeit. Technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz fördert das Integrations- bzw. Inklusionsamt. Da die großen Arbeitgeber öffentlich sind, gilt für schwerbehinderte Bewerbende die Einladung zum Vorstellungsgespräch nach § 165 SGB IX, und es gibt dort in der Regel eine Schwerbehindertenvertretung.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.