Aktuelle Stellen: IT-Berater

Was macht man in diesem Beruf?

Diese Berufsgruppe umfasst Tätigkeiten an der Schnittstelle zwischen IT und Fachbereichen. IT-Beraterinnen und IT-Berater nehmen Anforderungen auf, gestalten Prozesse, wählen Lösungen aus und begleiten deren Einführung. Die Anzeigen im Bestand zeigen, wie breit das Feld ist: SAP-Beratung für Produktionsplanung, IT-Koordination und IT-Referate in Behörden, IT-Sicherheit, Berechtigungs- und Service-Management, IT-Einkauf, die Umstellung des Rechnungswesens auf SAP S/4HANA sowie Governance für den verantwortungsvollen Einsatz von künstlicher Intelligenz. Manche Stellen sind extern beim Kunden angesiedelt, viele als Inhouse-Beratung oder Referententätigkeit.

Arbeitsalltag

Der Alltag besteht aus Abstimmungen, Workshops, Konzeptarbeit und Dokumentation. Beraterinnen und Berater erheben Anforderungen, schreiben Fachkonzepte und Leistungsbeschreibungen, konfigurieren Systeme, testen Lösungen und schulen Anwender. In Behörden gehören Vergabeverfahren, Haushaltsplanung und Datenschutz- sowie Sicherheitskonzepte dazu. Bei externer Beratung sind Reisetätigkeit und Projektdruck verbreitet, bei Inhouse-Stellen eher feste Arbeitsorte und planbare Zeiten. Mobiles Arbeiten ist in den meisten Organisationen üblich. Die Arbeit erfordert viel Kommunikation, mündlich wie schriftlich, und das Vermitteln zwischen unterschiedlichen Interessen.

Perspektiven

Digitalisierung der Verwaltung, SAP-Umstellungen, IT-Sicherheitsvorgaben und KI-Regulierung sorgen für anhaltende Nachfrage. Mit Erfahrung sind Senior- und Managementrollen, Projekt- und Teamleitungen, Stellen als IT-Sicherheitsbeauftragte oder Enterprise-Architekten möglich. Zertifizierungen, etwa im Projektmanagement, in ITIL, in IT-Sicherheit oder für SAP-Module, erhöhen den Marktwert. Im öffentlichen Dienst führen IT-Referentenstellen häufig in den gehobenen oder höheren Dienst.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Tätigkeit ist überwiegend Büro- und Bildschirmarbeit mit hohem Kommunikationsanteil. Körperliche Anforderungen sind gering; bei externer Beratung können Reisen und wechselnde Arbeitsorte hinzukommen. Belastend sind eher Termindruck, viele Besprechungen und parallel laufende Projekte. Inhouse- und Referentenstellen bieten in der Regel planbarere Abläufe als die Projektberatung beim Kunden.

Für Beschäftigte mit Seh- oder Höreinschränkungen sind barrierefreie Dokumente, Screenreader, Untertitel in Videokonferenzen oder Gebärdensprachdolmetschung wichtige Hilfen; Kosten für Dolmetschleistungen und Arbeitsassistenz können über das Integrations- bzw. Inklusionsamt übernommen werden. Mobiles Arbeiten und flexible Zeiten erleichtern die Arbeit bei chronischen Erkrankungen oder eingeschränkter Mobilität. Bei SAP- und Fachanwendungen lohnt eine frühe Klärung der Barrierefreiheit. Im öffentlichen Dienst sind Barrierefreiheitsanforderungen für IT gesetzlich verankert, was IT-Referentinnen und -Referenten mit eigener Erfahrung auch fachlich einbringen können.

Bei Stellen mit hoher Reisetätigkeit empfiehlt es sich, im Bewerbungsgespräch zu klären, welcher Anteil vor Ort beim Kunden erwartet wird und ob Termine auch digital stattfinden können. Die Schwerbehindertenvertretung kann bei solchen Absprachen unterstützen.