Aktuelle Stellen: Data Analyst

Was macht man in diesem Beruf?

Data Analysts übersetzen Fragen aus dem Betrieb in Datenabfragen und Auswertungen. Typische Fragen lauten etwa: Wie entwickeln sich Umsätze nach Region, wo entstehen Wartezeiten im Kundenservice, welche Kampagne hat Spenden oder Mitglieder gebracht? Dafür holen sie Daten aus Datenbanken, Tabellen und Fachanwendungen, prüfen sie auf Fehler und Lücken und verknüpfen sie. Mit SQL, Excel, Python oder R rechnen sie Kennzahlen und einfache statistische Modelle. Die Ergebnisse bereiten sie in Business-Intelligence-Werkzeugen wie Power BI, Tableau oder Qlik als Dashboards und Berichte auf. Die Bezeichnung BI Specialist steht meist für eine Ausrichtung auf diese Berichtswerkzeuge und das dahinterliegende Datenmodell. In gemeinnützigen Organisationen heißt die Arbeit oft Fundraising- oder Engagement-Analyse, etwa zur Entwicklung von Spenden, Mitgliedschaften oder Ehrenamt.

Arbeitsalltag

Der Alltag findet fast vollständig am Bildschirm statt, im Büro oder im Homeoffice. Viele Arbeitgeber bieten hybride Modelle mit zwei bis drei Bürotagen pro Woche an. Ein großer Teil der Zeit geht in Datenbereinigung, also das Prüfen von Dubletten, fehlenden Werten und widersprüchlichen Einträgen. Hinzu kommen Abstimmungen mit Fachabteilungen, um zu klären, was eine Kennzahl genau bedeuten soll, sowie Präsentationen der Ergebnisse. Die Arbeitszeiten liegen meist in der üblichen Kernzeit, Schicht- oder Nachtarbeit ist selten. Zeitdruck entsteht vor Monats- und Quartalsabschlüssen, vor Vorstandssitzungen oder wenn kurzfristig Zahlen gebraucht werden. Reisen kommen vor allem bei Beratungsfirmen vor, die bei Kunden vor Ort arbeiten. Datenschutz spielt eine wichtige Rolle, besonders bei Personen- und Gesundheitsdaten.

Perspektiven

Die Nachfrage ist breit: Handel, Banken, Versicherungen, Industrie, Energieversorger, Krankenkassen, Behörden und Verbände suchen Personal für Datenauswertung. Mit Erfahrung führt der Weg zum Senior Analyst, zum Analytics Engineer mit Schwerpunkt Datenmodellierung, zum Data Scientist mit stärkerem Fokus auf Statistik und maschinelles Lernen oder in die Leitung eines BI-Teams. Wer Fachwissen in einer Branche aufbaut, etwa im Controlling oder im Gesundheitswesen, ist besonders gefragt. Werkzeuge ändern sich schnell, laufende Weiterbildung gehört daher zum Beruf.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Tätigkeit ist körperlich wenig belastend: Heben, langes Stehen oder weite Wege fallen kaum an. Die zentralen Anforderungen sind lange Bildschirmarbeit, Konzentration auf Zahlen und Details sowie Abstimmung mit Kolleginnen und Kollegen in Besprechungen und Videokonferenzen. Für Menschen mit Seheinschränkung helfen große Monitore, Vergrößerungssoftware, Screenreader und kontrastreiche Darstellungen; reine Diagramme sollten dann durch Tabellen oder Textauswertungen ergänzt werden. Bei Höreinschränkungen unterstützen Live-Untertitel in Videokonferenzen, Schriftdolmetschung und schriftliche Abstimmung über Tickets oder Chat. Bei motorischen Einschränkungen kommen ergonomische Tastaturen, Spracheingabe und höhenverstellbare Tische in Frage. Homeoffice und flexible Arbeitszeiten sind in diesem Beruf verbreitet und erleichtern Pausen, Therapietermine oder einen schwankenden Gesundheitszustand. Technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz fördert das Integrations- bzw. Inklusionsamt, beim Einstieg oder einer Umschulung kommen die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung als Reha-Träger in Betracht.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.