Aktuelle Stellen: Softwareentwickler

Was macht man in diesem Beruf?

Softwareentwicklerinnen und Softwareentwickler setzen fachliche Anforderungen in lauffähige Programme um. Sie entwerfen Architekturen, schreiben Code, testen ihn und betreuen Anwendungen im Betrieb. Die Anzeigen im Bestand zeigen die Spannweite: SAP-Entwicklung im Bereich S/4HANA und Lagerverwaltung, C++-Entwicklung für das Kontrollsystem eines Teilchenbeschleunigers, hardwarenahe Algorithmik, DevOps mit Schwerpunkt Backup und Restore sowie Anwendungsadministration mit Programmieranteil in Behörden. Je nach Stelle liegt der Schwerpunkt stärker auf Entwicklung, auf Betrieb oder auf Beratung der Fachabteilungen.

Arbeitsalltag

Gearbeitet wird überwiegend am Bildschirm, meist in Teams mit agilen Methoden wie Scrum oder Kanban. Zum Alltag gehören Abstimmungen mit Fachbereichen, Code-Reviews, das Schreiben automatisierter Tests, Fehleranalyse und Dokumentation. Versionsverwaltung mit Git, Ticketsysteme und Continuous-Integration-Pipelines sind Standard. Mobiles Arbeiten ist in vielen Unternehmen und zunehmend auch in Behörden möglich. Belastend können Termindruck vor Releases, Störungen im Produktivbetrieb und in manchen Stellen Rufbereitschaft sein. Die Technologien ändern sich laufend, regelmäßiges Weiterlernen gehört zum Beruf.

Perspektiven

Der Bedarf an Entwicklerinnen und Entwicklern ist trotz konjunktureller Schwankungen hoch, besonders für SAP, Embedded-Systeme, Cloud und IT-Sicherheit. Mit Erfahrung sind Wege als Senior Developer, Softwarearchitekt, technische Teamleitung, Product Owner oder in der IT-Beratung üblich. Im öffentlichen Dienst und an Forschungseinrichtungen sind Stellen oft unbefristet und tariflich eingruppiert, in der Privatwirtschaft sind die Gehälter in der Spitze höher. Quereinstiege über Umschulung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung sind möglich.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die körperlichen Anforderungen sind gering, die Tätigkeit ist überwiegend sitzend am Bildschirm. Typische Belastungen liegen im Bereich Konzentration, Termindruck und langer Bildschirmzeit. Viele dieser Anforderungen lassen sich gut ausgleichen: Screenreader und Braillezeilen, Vergrößerungssoftware, Spracheingabe, alternative Tastaturen und Mäuse oder höhenverstellbare Arbeitstische sind etablierte Hilfsmittel. Entwicklungsumgebungen und Terminal-Werkzeuge sind in unterschiedlichem Maß barrierefrei; eine Abstimmung zur Werkzeugwahl lohnt sich daher früh.

Mobiles Arbeiten, flexible Arbeitszeiten und ruhige Arbeitsbereiche helfen bei chronischen Erkrankungen, psychischen Beeinträchtigungen oder Einschränkungen der Mobilität. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert die behinderungsgerechte Ausstattung und kann eine Arbeitsassistenz finanzieren. Rufbereitschaft und Nachtarbeit sollten in Bewerbungsgesprächen offen angesprochen werden, wenn sie gesundheitlich problematisch sind. Schwerbehinderte Beschäftigte können verlangen, von Mehrarbeit freigestellt zu werden.

Wer ein Studium oder eine Umschulung in die Softwareentwicklung plant, kann Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bei der Agentur für Arbeit oder der Rentenversicherung beantragen. Bei öffentlichen Arbeitgebern und Forschungseinrichtungen gilt die Einladungspflicht zum Vorstellungsgespräch, sofern die fachliche Eignung nicht offensichtlich fehlt.