Aktuelle Stellen: Geoinformatiker

Was macht man in diesem Beruf?

Geoinformatiker arbeiten mit Daten, die einen Ortsbezug haben: Flurstücke, Leitungsnetze, Straßen, Luft- und Satellitenbilder, Umweltmessungen oder Bewegungsdaten. Sie bauen Geodatenbanken auf, etwa mit PostgreSQL und PostGIS, programmieren Auswertungen und Schnittstellen, meist in Python, SQL oder JavaScript, und richten GIS-Software wie ArcGIS oder QGIS für Fachanwender ein. Ein Teil der Arbeit besteht darin, Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen, in einheitliche Koordinatensysteme zu überführen und ihre Qualität zu prüfen. Zunehmend kommen Verfahren des maschinellen Lernens hinzu, zum Beispiel zur automatischen Erkennung von Gebäuden oder Vegetation in Luftbildern. In beratenden Rollen klären Geoinformatiker mit Kunden, welche Lösung gebraucht wird, und setzen sie anschließend technisch um.

Arbeitsalltag

Der Alltag findet überwiegend am Bildschirm statt, im Büro oder im Homeoffice. Typisch sind Programmieren, Datenmodellierung, das Schreiben von Abfragen, das Testen von Anwendungen und die Pflege von Webkartendiensten nach OGC-Standards wie WMS und WFS. Dazu kommen Abstimmungen im Team, mit Fachabteilungen oder Kunden, teils per Videokonferenz. In Beratungs- und Projektstellen gehören Termine vor Ort, Schulungen und gelegentliche Dienstreisen dazu. Außendienst zur Datenerfassung im Gelände ist in der Geoinformatik seltener als in der Vermessung, kommt aber in manchen Stellen vor. Die Arbeitszeiten sind in der Regel geregelt und Gleitzeit ist verbreitet; vor Projektabgaben oder bei Störungen produktiver Systeme kann Zeitdruck entstehen. Schicht- oder Nachtarbeit ist unüblich, Rufbereitschaft für Betriebssysteme gibt es vereinzelt.

Perspektiven

Geodaten werden in Verwaltung, Energiewirtschaft, Mobilität, Landwirtschaft, Katastrophenschutz und Stadtplanung immer stärker genutzt. Die Digitalisierung der Verwaltung, der Ausbau von Strom-, Glasfaser- und Wärmenetzen sowie Umwelt- und Klimaanpassungsprojekte sorgen für eine stabile Nachfrage. Fachkräfte mit soliden Programmier- und Datenbankkenntnissen werden gesucht. Entwicklungswege führen in Richtung Softwarearchitektur, Data Engineering, Fernerkundung und KI, Projektleitung oder Teamleitung. Im öffentlichen Dienst sind mit einem Masterabschluss Stellen im höheren Dienst oder in höheren Entgeltgruppen erreichbar.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Tätigkeit ist überwiegend sitzende Bildschirmarbeit mit geringer körperlicher Belastung. Wichtig sind längere Konzentration, das Lesen von Code und Karten sowie bei Beratungsstellen Kommunikation mit Kunden und Reisebereitschaft. Kartendarstellungen arbeiten stark mit Farben und Symbolen; das kann bei eingeschränktem Sehen oder Farbsehen eine Hürde sein. Hier helfen Großbildschirme, Vergrößerungssoftware, kontrastreiche oder farbfehlsichtigkeitsgerechte Farbschemata und eine stärkere Arbeit mit Daten und Code statt mit visueller Kartengestaltung. Bei motorischen Einschränkungen unterstützen ergonomische Eingabegeräte, Spracheingabe und höhenverstellbare Tische. Homeoffice und Gleitzeit erleichtern die Einteilung von Kräften und Arztterminen. Technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz finanziert das Integrations- bzw. Inklusionsamt, Leistungen zur Teilhabe und Eingliederungszuschüsse laufen über die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung. Öffentliche Arbeitgeber wie Vermessungs- und Katasterverwaltungen, Kommunen und Landesämter sind für schwerbehinderte Bewerber ein häufiger Weg in den Beruf, weil sie zum Vorstellungsgespräch einladen müssen, sofern die fachliche Eignung nicht offensichtlich fehlt.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.