Aktuelle Stellen: Softwaretester

Was macht man in diesem Beruf?

Softwaretester sorgen dafür, dass Software tut, was sie soll. Sie leiten aus Anforderungen Testfälle ab, prüfen Funktionen, Schnittstellen und Benutzeroberflächen und halten Abweichungen in Fehlerberichten fest. Ein großer Teil der Arbeit besteht heute aus Testautomatisierung: Tester schreiben Skripte, die Tests bei jeder Codeänderung selbstständig ausführen. Eine Spezialisierung ist das Performance Engineering. Hier wird gemessen, wie sich ein System unter Last verhält, wo Engpässe entstehen und wie viele gleichzeitige Nutzer es verkraftet. Weitere Schwerpunkte sind Sicherheitstests, Barrierefreiheitstests und Abnahmetests gemeinsam mit Fachabteilungen.

Arbeitsalltag

Gearbeitet wird fast ausschließlich am Bildschirm, meist im Büro oder im Homeoffice. Tester sind in der Regel Teil eines Entwicklungsteams, das nach agilen Methoden wie Scrum arbeitet. Der Tag umfasst kurze Abstimmungsrunden, das Schreiben und Pflegen von Testskripten, das Auswerten von Testläufen und Logdateien sowie Rücksprachen mit Entwicklern, wenn ein Fehler nicht eindeutig nachvollziehbar ist. Im Performance-Bereich kommen das Aufsetzen von Lasttests, das Überwachen von Servern und Datenbanken und das Analysieren von Messdaten hinzu. Die Arbeitszeiten sind überwiegend regulär und oft mit Gleitzeit. Vor Releases oder Systemumstellungen kann Zeitdruck entstehen; gelegentlich laufen Lasttests oder Einführungen am Abend oder Wochenende, damit der laufende Betrieb nicht gestört wird. Rufbereitschaft ist eher selten, kommt aber bei Betreibern kritischer Systeme vor.

Perspektiven

Qualitätssicherung ist in nahezu jedem Softwareprojekt gefragt, von Banken und Versicherungen über Behörden bis zur Automobil- und Medizintechnik. Wer Testautomatisierung, Programmierkenntnisse und Erfahrung mit Lasttests mitbringt, hat gute Chancen. Mit Erfahrung sind Rollen als Testmanager, Testarchitekt, Performance Engineer oder Qualitätsverantwortlicher möglich, ebenso der Wechsel in die Softwareentwicklung oder in DevOps. Zertifikate wie die des ISTQB sind verbreitet und werden in Stellenanzeigen häufig verlangt. Einfache manuelle Klicktests werden zunehmend automatisiert, technische Kenntnisse gewinnen deshalb an Bedeutung.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Körperlich stellt der Beruf geringe Anforderungen: kein Heben, kaum Gehen, keine Schichtarbeit im üblichen Sinn. Entscheidend sind lange Bildschirmarbeit, Konzentration auf Details und die Abstimmung im Team. Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sind die häufigen Homeoffice-Möglichkeiten ein Vorteil. Bei Sehbeeinträchtigungen helfen Großbildschirme, Vergrößerungssoftware, Screenreader und Braillezeilen; Testwerkzeuge und Entwicklungsumgebungen sind unterschiedlich gut zugänglich, was vorab geprüft werden sollte. Wer Barrierefreiheit von Software testet, bringt mit eigener Erfahrung in assistiven Technologien sogar ein fachliches Plus mit. Bei Höreinschränkungen erleichtern schriftliche Kommunikation über Ticketsysteme und Chat sowie Live-Untertitel in Videokonferenzen die Teamarbeit. Für Konzentration und psychische Belastbarkeit sind ruhige Arbeitsplätze, planbare Aufgaben und flexible Arbeitszeiten hilfreich. Technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz finanziert in der Regel das Integrations- bzw. Inklusionsamt.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.