Aktuelle Stellen: Unternehmensberater

Was macht man in diesem Beruf?

Unternehmensberater werden von Unternehmen, Konzernbereichen oder öffentlichen Verwaltungen geholt, wenn eine Frage geklärt oder ein Vorhaben umgesetzt werden soll, für das intern Zeit oder Fachwissen fehlt. Typische Themen sind die Neuausrichtung eines Geschäftsfelds, die Senkung von Kosten, die Neugestaltung von Prozessen oder die Einführung neuer Software. In der Strategieberatung stehen Marktanalysen, Geschäftsmodelle und Entscheidungsvorlagen für das Management im Vordergrund. Business Consultants mit IT-Schwerpunkt arbeiten näher an den Abläufen: Sie erheben Anforderungen der Fachabteilungen, übersetzen sie in Vorgaben für IT-Systeme und begleiten Einführung und Schulung. Neben externen Beratungshäusern gibt es Inhouse-Beratungen großer Konzerne, die ausschließlich für den eigenen Konzern arbeiten.

Arbeitsalltag

Die Arbeit ist in Projekte gegliedert, die einige Wochen bis mehrere Monate dauern. Ein großer Teil findet am Bildschirm statt: Daten auswerten, Tabellenmodelle bauen, Präsentationen erstellen, Konzepte schreiben. Dazu kommen Interviews mit Beschäftigten, Workshops mit Fachabteilungen und Termine mit der Geschäftsleitung, in denen Ergebnisse vorgestellt und verteidigt werden. Abstimmungen laufen häufig per Videokonferenz, viele Beratungen arbeiten inzwischen hybrid. Je nach Arbeitgeber ist die Reisetätigkeit dennoch hoch; in klassischen Beratungen sind Einsätze beim Kunden von Montag bis Donnerstag verbreitet, Inhouse-Beratungen reisen meist weniger. Arbeitszeiten von deutlich über 40 Stunden kommen vor allem vor Abgabeterminen und Lenkungskreisen vor. Zeitdruck, wechselnde Teams und neue Themen in kurzen Abständen gehören zum Beruf.

Perspektiven

Der Bedarf an Beratung zu Digitalisierung, Datenauswertung, Nachhaltigkeit und Umstrukturierung ist anhaltend hoch, auch im öffentlichen Sektor. Die Laufbahn ist in vielen Häusern klar gestuft: vom Analysten oder Consultant über Senior Consultant und Manager bis zur Partnerebene, die Projekte verantwortet und Kunden gewinnt. Viele wechseln nach einigen Jahren in Fach- oder Führungspositionen in der Industrie, in Strategieabteilungen, ins Projektmanagement oder in die Verwaltung. Eine Spezialisierung auf eine Branche oder ein Themenfeld wie SAP-Einführung, Controlling oder Prozessmanagement verbessert die Chancen.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Körperlich ist der Beruf wenig belastend; schweres Heben oder langes Stehen fällt kaum an. Die Anforderungen liegen bei langer Bildschirmarbeit, viel Kommunikation in Besprechungen und am Telefon, häufigen Präsentationen, Zeitdruck und je nach Arbeitgeber bei Reisen mit wechselnden Unterkünften und Büros. Für Bildschirmarbeit helfen Vergrößerungssoftware, Screenreader, Spracheingabe, große Monitore oder ergonomische Eingabegeräte; barrierefreie Präsentations- und Analysewerkzeuge sind dabei ein Thema, das früh mit der IT geklärt werden sollte. In Videokonferenzen erleichtern Live-Untertitel und Protokolle die Teilnahme, bei Workshops vor Ort kann eine Arbeitsassistenz unterstützen. Wer weniger reisen kann, findet in Inhouse-Beratungen, in der öffentlichen Verwaltung oder in Rollen mit Schwerpunkt auf Analyse und Konzeption oft passendere Bedingungen. Technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz fördert das Integrations- bzw. Inklusionsamt, die Agentur für Arbeit kann Arbeitgebern einen Eingliederungszuschuss zahlen. Schwerbehinderte Beschäftigte können sich auf Verlangen von Mehrarbeit freistellen lassen, was in projektgetriebenen Phasen von Bedeutung ist.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.