Aktuelle Stellen: Sicherheitsmitarbeiter

Was macht man in diesem Beruf?

Das Berufsfeld ist breit. Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter im Objekt- und Werkschutz kontrollieren Zugänge, machen Rundgänge, überwachen Alarm- und Videoanlagen und reagieren auf Störungen. Fachkräfte für Arbeitssicherheit beraten Unternehmen nach dem Arbeitssicherheitsgesetz, erstellen Gefährdungsbeurteilungen, untersuchen Unfälle und schulen Beschäftigte. Im vorbeugenden Brandschutz werden Brandschutzkonzepte geprüft, Begehungen durchgeführt, Flucht- und Rettungswege bewertet und Brandschutzordnungen erstellt. Feuerwehrleute im Einsatzdienst löschen Brände, retten Menschen und leisten technische Hilfe; Werkfeuerwehren übernehmen diese Aufgaben in Industriebetrieben und an Flughäfen.

Arbeitsalltag

Im Bewachungsgewerbe sind Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste, lange Schichten und Einsätze allein an einem Objekt verbreitet. Die Arbeit besteht oft aus Aufmerksamkeit über viele Stunden, unterbrochen von Konfliktsituationen, etwa bei Zugangskontrollen. Feuerwehrdienst findet in 24-Stunden-Diensten mit Bereitschaftszeiten statt und ist körperlich und psychisch sehr belastend. Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Brandschutzfachleute arbeiten überwiegend im Büro und bei Begehungen in Betrieben, Baustellen oder Gebäuden, meist zu regulären Tageszeiten. Dokumentation, Rechtsvorschriften und Gespräche mit Führungskräften nehmen dort viel Raum ein. In Leitstellen und an Empfangsarbeitsplätzen stehen Bildschirmüberwachung, Telefon und das Auslösen von Alarmketten im Vordergrund.

Perspektiven

Sicherheitsdienstleistungen sind gefragt, einfache Bewachungstätigkeiten aber oft niedrig bezahlt. Mit der Sachkundeprüfung nach § 34a Gewerbeordnung, der Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit oder der Meisterprüfung für Schutz und Sicherheit öffnen sich Einsatz- und Objektleitungen. Fachkräfte für Arbeitssicherheit werden in Industrie, Bau und öffentlichem Dienst stark gesucht, die Qualifikation setzt eine technische Ausbildung mit Aufstiegsfortbildung oder ein Ingenieurstudium voraus. Im Brandschutz sind Fachplanerinnen und Brandschutzsachverständige gefragt. Die Laufbahn bei Berufsfeuerwehren führt über die Laufbahnausbildung im Beamtenverhältnis.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Anforderungen unterscheiden sich stark. Für den Einsatzdienst der Feuerwehr gelten strenge gesundheitliche Voraussetzungen, unter anderem die Atemschutztauglichkeit nach arbeitsmedizinischer Untersuchung; das schränkt den Zugang für manche Menschen ein. Im Objektschutz sind je nach Einsatz Gehen, Stehen, Nachtdienst und Konfliktfähigkeit gefragt, an Empfangs- und Leitstellenarbeitsplätzen dagegen überwiegend Bildschirmarbeit. Arbeitssicherheit und vorbeugender Brandschutz sind Beratungs- und Prüfberufe, für die Behinderungen häufig über Arbeitsplatzausstattung und Organisation ausgleichbar sind, etwa Begehungen mit Begleitung oder barrierefreie Dokumentationssoftware. Öffentliche Arbeitgeber müssen schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber zum Vorstellungsgespräch einladen. Wer aus einem körperlich belastenden Beruf kommt, kann mit technischer Vorbildung über eine Qualifizierung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit in eine beratende Tätigkeit wechseln; die Rentenversicherung kann eine solche Qualifizierung als Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben fördern.