Aktuelle Stellen: Sicherheitsmitarbeiter

Was macht man in diesem Beruf?

Sicherheitsmitarbeiter sorgen dafür, dass nur berechtigte Personen und Fahrzeuge ein Gelände betreten, dass Gebäude nachts nicht unbemerkt geöffnet werden und dass bei Bränden, Einbrüchen oder technischen Störungen schnell reagiert wird. Sie arbeiten an der Pforte oder am Werkstor, im Empfang von Bürogebäuden, im Zutrittsmanagement, im mobilen Streifendienst, bei Veranstaltungen oder in Einkaufszentren. Zu den Aufgaben gehören Ausweis- und Fahrzeugkontrollen, die Ausgabe von Besucherausweisen und Schlüsseln, Kontrollgänge nach festgelegtem Plan, die Überwachung von Videoanlagen und Brandmeldetechnik sowie die Dokumentation aller Vorkommnisse. Im Ernstfall alarmieren sie Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst und sichern bis zu deren Eintreffen die Lage. Rechtlich haben sie keine polizeilichen Befugnisse, sondern handeln im Rahmen des Hausrechts und der Jedermannsrechte.

Arbeitsalltag

Der Alltag hängt stark vom Einsatzort ab. An einer Pforte oder im Zutrittsmanagement überwiegen Gespräche mit Besuchern, Lieferanten und Beschäftigten, die Arbeit am Bildschirm mit Zutrittssoftware und Telefon sowie das Führen von Wachbüchern. Im Revier- oder Streifendienst fahren Beschäftigte mehrere Objekte nacheinander an, prüfen Türen und Fenster, schließen Gebäude auf oder ab und reagieren auf Alarme. Bei Veranstaltungen stehen Einlasskontrollen, Taschenkontrollen und Ordnungsdienst im Vordergrund. Gearbeitet wird fast immer im Schichtsystem, häufig mit Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdiensten; Schichten von zehn oder zwölf Stunden sind verbreitet. Viele Tätigkeiten verlangen langes Stehen oder Gehen, auch draußen bei jedem Wetter. Konfliktsituationen mit uneinsichtigen oder aggressiven Personen kommen vor, dazu Phasen, in denen wenig passiert und trotzdem Aufmerksamkeit gefragt ist.

Perspektiven

Der Bedarf an Sicherheitspersonal ist hoch, Stellen gibt es bundesweit bei privaten Sicherheitsdiensten, in der Industrie, in Krankenhäusern, Behörden und im Verkehrsbereich. Wer mit der Unterrichtung einsteigt, verbessert seine Chancen und den Verdienst deutlich mit der Sachkundeprüfung nach § 34a GewO vor der IHK. Weitere Stufen sind die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft, die Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit sowie der Geprüfte Meister für Schutz und Sicherheit. Mit Erfahrung sind Aufgaben als Schichtleitung, Objektleitung oder in der Notruf- und Serviceleitstelle möglich. Zusatzqualifikationen etwa als Brandschutzhelfer, Ersthelfer oder in der Luftsicherheit eröffnen spezialisierte Einsatzbereiche.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Einsatzbereich erheblich. Streifendienst und Veranstaltungsschutz verlangen ausdauerndes Gehen und Stehen, gutes Sehen und Hören, oft einen Führerschein und die Fähigkeit, in Konflikten körperlich standzuhalten. Pforten-, Empfangs- und Leitstellentätigkeiten sind dagegen überwiegend sitzend, stark bildschirm- und telefonbezogen und lassen sich mit Hilfsmitteln gut anpassen. Hilfreich sind etwa ergonomische Arbeitsplätze mit Steh-Sitz-Möglichkeit, Großbildmonitore oder Vergrößerungssoftware, Headsets mit Verstärkung oder optische Alarmanzeigen. Technische Arbeitshilfen und begleitende Hilfe fördert das Integrations- bzw. Inklusionsamt, beim Einstieg kann die Agentur für Arbeit einen Eingliederungszuschuss gewähren. Da der Beruf meist im Schichtdienst ausgeübt wird, sind die Freistellung von Mehrarbeit und feste Schichtmodelle wichtige Punkte für Gespräche mit Arbeitgeber und Schwerbehindertenvertretung.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.