Aktuelle Stellen: Rezeptionist

Was macht man in diesem Beruf?

Rezeptionistinnen und Rezeptionisten sind die erste Anlaufstelle für alle, die ein Haus betreten oder anrufen. Im Hotel, wo der Beruf meist Front Office heißt, nehmen sie Reservierungen an, checken Gäste ein und aus, vergeben Zimmer, erstellen Rechnungen und kassieren. Sie geben Auskünfte zu Hotelleistungen und Umgebung, nehmen Beschwerden entgegen und leiten Wünsche an Housekeeping, Technik oder Küche weiter. Am Empfang von Unternehmen, Behörden, Praxen oder Kliniken melden sie Besucher an, stellen Besucherausweise aus, vermitteln Telefonate, verwalten Post und Botendienste und koordinieren Besprechungsräume. Hinzu kommen allgemeine Büroaufgaben wie E-Mail-Korrespondenz, Terminplanung und Datenpflege.

Arbeitsalltag

Der Arbeitsplatz ist ein Empfangstresen mit Computer, Telefonanlage und Kassen- oder Kartenterminal. Gearbeitet wird mit einem Hotelverwaltungsprogramm, einer Besucherverwaltung oder gängiger Bürosoftware. Ein großer Teil des Tages besteht aus Gesprächen, oft gleichzeitig am Tresen und am Telefon. Zu Stoßzeiten, etwa beim morgendlichen Check-out oder bei Ankunft einer Reisegruppe, entsteht deutlicher Zeitdruck. Freundlichkeit und Ruhe sind auch dann gefragt, wenn Gäste ungeduldig oder verärgert sind. In vielen Häusern wird ein großer Teil der Schicht im Stehen verbracht, manchmal gehört das Tragen von Gepäck oder das Begleiten zu Zimmern dazu. In Hotels ist die Rezeption rund um die Uhr besetzt, daher sind Früh-, Spät- und Nachtschichten sowie Arbeit an Wochenenden und Feiertagen üblich. Am Empfang von Firmen und Behörden gelten dagegen meist feste Tagesarbeitszeiten von Montag bis Freitag. Englischkenntnisse werden in Hotels fast immer erwartet, weitere Fremdsprachen sind von Vorteil.

Perspektiven

Rezeptionskräfte werden laufend gesucht, viele Arbeitgeber nehmen auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger mit Erfahrung im Kundenkontakt. In der Hotellerie führt der Weg über Schichtleitung und Reservierungsleitung zum Front Office Manager, ergänzt durch Weiterbildungen wie die zum Hotelfachwirt. Am Unternehmensempfang sind Wechsel in Assistenz, Office Management oder Sekretariat möglich, etwa nach einer Weiterbildung zur Fachkraft für Büro- und Projektorganisation oder einem Abschluss als Kaufmann für Büromanagement. Mit der Digitalisierung, zum Beispiel Self-Check-in-Terminals und Online-Buchung, verschiebt sich die Arbeit stärker zur Beratung und Problemlösung.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die wichtigsten Anforderungen sind ständiger Kundenkontakt, Kommunikation am Telefon und im persönlichen Gespräch, Bildschirmarbeit und je nach Arbeitgeber langes Stehen, Schichtarbeit und Zeitdruck in Stoßzeiten. Viele dieser Anforderungen lassen sich durch die Arbeitsplatzgestaltung beeinflussen. Ein höhenverstellbarer Tresen erlaubt den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen und kann auch vom Rollstuhl aus genutzt werden. Headsets mit Verstärkung, induktive Höranlagen am Tresen, Bildschirmlesesoftware oder Großbildschirme erleichtern Kommunikation und Bildschirmarbeit. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert solche technischen Arbeitshilfen sowie bei Bedarf eine Arbeitsassistenz, die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung sind bei Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zuständig. Wer keine Nacht- oder Wochenendschichten leisten kann, findet am Empfang von Unternehmen, Behörden oder Kliniken oft Stellen mit festen Tageszeiten. Schwerbehinderte Beschäftigte können verlangen, von Mehrarbeit freigestellt zu werden, und haben Anspruch auf Zusatzurlaub. Die Schwerbehindertenvertretung unterstützt bei Gesprächen über Anpassungen.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.