Aktuelle Stellen: Architekt

Bischöfliches Generalvikariat Bistum Hildesheim

Architekt:in (w/m/d)

  • Hildesheim
  • 27.10.2026
  • Vollzeit

Was macht man in diesem Beruf?

Architektinnen und Architekten entwickeln aus den Anforderungen eines Bauherrn ein baubares Gebäude. Sie klären den Bedarf, erstellen Entwürfe, berechnen Flächen und Kosten, fertigen Genehmigungs- und Ausführungspläne an und schreiben Bauleistungen aus. Während der Bauphase koordinieren sie Fachplaner und Baufirmen, überwachen Qualität, Termine und Budget und nehmen die Leistungen ab. Grundlage vieler Tätigkeiten sind die Leistungsphasen der HOAI, das Bauordnungsrecht der Länder und bei öffentlichen Aufträgen das Vergaberecht. In Behörden prüfen Architekten Bauanträge in der Bauaufsicht, steuern als Bauherrenvertretung Projekte wie Schulen oder Verwaltungsgebäude oder betreuen im technischen Gebäudemanagement den Bestand an Liegenschaften.

Arbeitsalltag

Der größte Teil der Arbeit findet im Büro statt: Planen am Bildschirm mit CAD- und BIM-Software, Kostenberechnungen, Ausschreibungen, Schriftverkehr und viele Besprechungen mit Bauherren, Fachingenieuren, Behörden und Nutzern. Hinzu kommen Termine auf Baustellen, bei denen Treppen, Gerüste, unebener Boden, Lärm und Witterung zum Alltag gehören. In der Bauleitung ist der Anteil der Baustellenzeit hoch, in Entwurf, Bauaufsicht oder Projektsteuerung geringer. Die Arbeitszeit liegt meist im Tagdienst, vor Abgabefristen, Wettbewerben oder Bauabnahmen sind Überstunden in privaten Büros verbreitet. Zeitdruck entsteht durch feste Termine, Kostenvorgaben und Abstimmungen mit vielen Beteiligten. Für Fahrten zu Baustellen wird häufig ein Führerschein erwartet.

Perspektiven

Die Nachfrage ist stabil, besonders in der Sanierung, im energieeffizienten Bauen und bei öffentlichen Bauprojekten wie Schulen und Kitas. Bauverwaltungen von Kommunen, Ländern und Bund suchen regelmäßig Personal für Bauaufsicht, Hochbau und Gebäudemanagement. Mit Erfahrung übernehmen Architekten die Projektleitung, eine Teamleitung oder die Leitung eines Amtes. Spezialisierungen sind etwa Brandschutz, Denkmalpflege, Energieberatung, Sachverständigentätigkeit oder BIM-Management. Viele machen sich nach einigen Jahren mit einem eigenen Büro selbstständig. Die Berufsbezeichnung Architekt ist geschützt und setzt die Eintragung in die Architektenliste einer Länderkammer voraus.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Anforderungen unterscheiden sich stark je nach Tätigkeit. Entwurf, Genehmigungsplanung, Ausschreibung, Bauaufsicht und Gebäudemanagement sind überwiegend Bildschirm- und Besprechungsarbeit und lassen sich gut an einem angepassten Arbeitsplatz ausüben. Die Bauüberwachung verlangt dagegen Gehen und Stehen auf Baustellen, Treppensteigen und mitunter das Begehen von Gerüsten. Gefordert sind gutes Sehen für Pläne und Details am Bildschirm, Hören in Besprechungen sowie Belastbarkeit unter Termindruck. Hilfreich sind große oder mehrere Monitore, Vergrößerungssoftware, Screenreader-taugliche Arbeitsabläufe, ergonomische Eingabegeräte, höhenverstellbare Tische und Hörtechnik für Sitzungen. Baustellentermine lassen sich teilweise auf Kollegen übertragen oder durch Fotodokumentation und digitale Begehungen ergänzen. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz, die Agentur für Arbeit kann einen Eingliederungszuschuss zahlen. Öffentliche Arbeitgeber laden schwerbehinderte Bewerber nach § 165 SGB IX zum Vorstellungsgespräch ein, sofern die fachliche Eignung nicht offensichtlich fehlt.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.