Aktuelle Stellen: Bautechniker

Was macht man in diesem Beruf?

Bautechniker sind staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Bautechnik, meist mit Schwerpunkt Hochbau, Tiefbau oder Straßenbau. Sie erstellen Ausführungs- und Detailpläne mit CAD-Software, ermitteln Mengen und Massen, schreiben Leistungsverzeichnisse und kalkulieren Kosten. Sie bereiten Ausschreibungen vor, prüfen Angebote und Rechnungen und überwachen auf der Baustelle, ob nach Plan, termingerecht und nach den geltenden Normen gebaut wird. In Behörden prüfen sie zum Beispiel Entwässerungsanträge für Grundstücke, begleiten Straßenbaumaßnahmen oder betreuen den Unterhalt öffentlicher Gebäude. In Baufirmen übernehmen sie häufig die Arbeitsvorbereitung und die Bauleitung kleinerer Projekte.

Arbeitsalltag

Der größte Teil der Arbeit findet im Büro am Bildschirm statt: Zeichnen in CAD, Pflege von Plänen, Mengenermittlung, Schriftverkehr mit Bauherren, Planern und Firmen. Hinzu kommen Termine auf der Baustelle oder im Gelände, etwa Baubesprechungen, Aufmaße, Abnahmen und Kontrollen. Dort sind Wege über unebenen Boden, Treppen, Gerüste oder Baugruben, Arbeiten bei Wind und Wetter und das Tragen von Schutzausrüstung üblich. Die Arbeitszeiten liegen überwiegend tagsüber an Werktagen; in Baufirmen kann es in der Bausaison zu Mehrarbeit und frühem Arbeitsbeginn kommen. Fahrten zwischen Büro und mehreren Baustellen sind häufig, oft mit dem Dienstwagen. Termin- und Kostendruck sowie Abstimmungen mit vielen Beteiligten gehören zum Beruf.

Perspektiven

Der Bedarf an Bautechnikern ist hoch, weil Kommunen, Landesbetriebe und Ingenieurbüros Personal für Sanierung von Straßen, Brücken, Kanälen und Gebäuden suchen. Im öffentlichen Dienst sind die Stellen meist unbefristet und tariflich geregelt. Mit Erfahrung sind Aufgaben als Bauleiter, Projektleiter oder Sachgebietsleitung möglich. Spezialisierungen gibt es etwa in Grundstücksentwässerung, Energieberatung, Bauschadensbewertung, Vermessung oder Building Information Modeling. Über die Techniker-Qualifikation ist vielfach ein Studium des Bauingenieurwesens zugänglich, auch berufsbegleitend.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die wichtigsten Anforderungen sind lange Bildschirmarbeit, gutes Sehen für Pläne und Zeichnungen, Kommunikation in Besprechungen und am Telefon sowie Baustellenbegehungen, bei denen Gehen, Steigen und Stehen im Freien verlangt werden. Für Termine außer Haus wird meist ein Führerschein erwartet. Viele Tätigkeiten lassen sich jedoch im Büro bündeln: Planung, Ausschreibung, Abrechnung und Antragsprüfung sind überwiegend Schreibtischarbeit. Hilfreich sind große oder zwei Monitore, Vergrößerungssoftware, ergonomische Arbeitsplätze mit höhenverstellbarem Tisch, Spracheingabe und Headsets mit Verstärkung. Baustellentermine können im Team aufgeteilt, mit Kollegen gemeinsam wahrgenommen oder durch Fotos, Drohnenaufnahmen und digitale Aufmaße ergänzt werden. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz, die Agentur für Arbeit und die Rentenversicherung unterstützen Umschulungen und Weiterbildungen. Öffentliche Arbeitgeber müssen schwerbehinderte Bewerber bei fachlicher Eignung zum Vorstellungsgespräch einladen.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.