Aktuelle Stellen: Verkäufer

Was macht man in diesem Beruf?

Im Verkauf geht es darum, Kundinnen und Kunden zu beraten und ihnen passende Produkte zu verkaufen. Die Bandbreite reicht vom Lebensmittelmarkt über den Fachhandel bis zu erklärungsbedürftigen Produkten wie Werkzeugen, Maschinen oder Fahrzeugen. Im Fachhandel für Handwerksprodukte oder im Autohaus sind gute Produktkenntnisse gefragt: Kundschaft erwartet eine fachlich fundierte Beratung, etwa zu Werkzeugen für einen bestimmten Einsatzzweck oder zu Ausstattung, Finanzierung und Leasing eines Neuwagens. Neben dem Kundengespräch gehören Warenannahme, Regalpflege, Preisauszeichnung, Kassieren und Bestellungen zum Beruf. In Filialleitungen kommen Personalplanung, Umsatzverantwortung und Kostenkontrolle hinzu.

Arbeitsalltag

Der Arbeitstag ist geprägt von direktem Kundenkontakt und wechselnden Aufgaben. Die Arbeit findet überwiegend im Stehen und Gehen statt, Waren müssen gehoben, ausgepackt und eingeräumt werden. Die Arbeitszeiten richten sich nach den Öffnungszeiten, das bedeutet häufig Arbeit am Samstag, in manchen Branchen auch am späten Abend. In vielen Betrieben gibt es Umsatzziele oder Provisionen, besonders im Fahrzeug- und Fachhandel. Im Autohaus gehören Probefahrten, Angebotserstellung, Inzahlungnahme von Gebrauchtwagen und die Übergabe von Fahrzeugen zum Alltag. Warenwirtschaftssysteme, Kassensysteme und Tablets für die Beratung sind Standard. In kleineren Filialen arbeiten oft nur wenige Personen gleichzeitig, sodass Vertretung bei Pausen oder Krankheit knapp ist. Inventuren, Aktionswochen und das Weihnachtsgeschäft bringen regelmäßig Spitzenzeiten mit sich.

Perspektiven

Der stationäre Handel steht unter Druck durch den Onlinehandel, gleichzeitig suchen viele Betriebe dringend Personal. Gute Chancen bestehen im beratungsintensiven Fachhandel und bei Herstellern mit eigenen Verkaufsstellen. Mit Berufserfahrung sind Aufstiege zur stellvertretenden Filialleitung oder Filialleitung möglich. Weiterbildungen wie Handelsfachwirt/-in oder Automobilverkäufer/-in (IHK) bzw. Automobilkaufmann/-frau mit Zusatzqualifikation öffnen den Weg in verantwortlichere Positionen. Ein Wechsel in Einkauf, Vertriebsinnendienst oder Außendienst ist ebenfalls verbreitet.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die körperlichen Anforderungen im Verkauf sind nicht zu unterschätzen: langes Stehen, Laufwege, Heben und Tragen von Ware sowie Arbeiten auf Leitern. Wie gut sich das mit einer Behinderung vereinbaren lässt, hängt stark vom Betrieb und vom Aufgabenzuschnitt ab. Stehhilfen oder Sitzarbeitsplätze an der Kasse, Hebehilfen und Rollwagen im Lager sowie eine Aufgabenverteilung, bei der schwere Tätigkeiten im Team übernommen werden, sind übliche Anpassungen. Beratung im Fachhandel oder im Autohaus ist oft weniger körperlich als die Warenverräumung im Lebensmittelhandel. Wer bei Lärm, Zeitdruck oder vielen Kundenkontakten schnell erschöpft ist, sollte auf planbare Schichten und ausreichend Pausen achten. Vor dem Einstieg lohnt es sich, im Probearbeiten zu klären, welche Anteile Beratung, Kasse und Lager tatsächlich haben.