Aktuelle Stellen: Operator

Was macht man in diesem Beruf?

Operatoren sorgen dafür, dass IT-Systeme rund um die Uhr verfügbar bleiben. Sie arbeiten in Rechenzentren, in IT-Abteilungen größerer Unternehmen oder bei IT-Dienstleistern und überwachen Server, Netzwerke, Speichersysteme und Anwendungen mit Monitoring-Software. Ein großer Teil der Arbeit betrifft die Steuerung von Batch-Verarbeitungen, also nächtlichen oder regelmäßigen Rechenläufen, etwa für Buchungen, Abrechnungen oder Datensicherungen. Läuft ein Job fehlerhaft ab oder meldet ein System eine Störung, prüfen Operatoren die Ursache, starten Prozesse neu, führen festgelegte Notfallmaßnahmen aus oder informieren die zuständigen Fachleute. Dazu kommen Datensicherungen, das Einspielen vorgegebener Änderungen, die Pflege von Betriebsdokumentationen und die Bearbeitung von Tickets. In Rechenzentren mit eigener Hardware gehören auch Arbeiten vor Ort dazu, zum Beispiel der Tausch von Bandkassetten oder Festplatten und Kontrollgänge durch die Serverräume.

Arbeitsalltag

Der Arbeitsplatz ist meist ein Leitstand mit mehreren Bildschirmen, auf denen Systemzustände, Warnmeldungen und Jobpläne angezeigt werden. Weil viele Systeme ununterbrochen laufen müssen, ist Schichtdienst üblich, oft im Drei-Schicht-System mit Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdiensten; manche Arbeitgeber setzen zusätzlich Rufbereitschaft ein. Ruhige Phasen mit reiner Beobachtung wechseln sich mit Situationen ab, in denen bei einer Störung schnell und genau nach Vorgaben gehandelt werden muss. Die Kommunikation läuft über Telefon, Ticketsysteme und Übergaben an die nächste Schicht. Viele Abläufe sind in Betriebshandbüchern festgelegt, Sorgfalt bei der Dokumentation ist deshalb wichtig. Häufig wird mit englischsprachigen Meldungen und Werkzeugen gearbeitet. Körperlich ist die Tätigkeit überwiegend sitzend; in Serverräumen kommen Lärm durch Lüftung, Kühle und gelegentliches Tragen von Hardware hinzu.

Perspektiven

Durch Automatisierung und Cloud-Dienste verändert sich der Beruf: Einfache Routinetätigkeiten nehmen ab, während Kenntnisse in Monitoring-Werkzeugen, Skripting, Linux, Windows Server und Job-Scheduling-Systemen an Bedeutung gewinnen. Gefragt sind Operatoren weiterhin bei Banken, Versicherungen, öffentlichen IT-Dienstleistern und Rechenzentrumsbetreibern, in Frankfurt am Main besonders im Finanzsektor und bei großen Rechenzentren. Mit Erfahrung ist der Wechsel in die System- oder Netzwerkadministration, in den Second-Level-Support, in die IT-Service-Koordination oder in die Schichtleitung möglich. Weiterbildungen etwa zum IT-Spezialisten oder zertifizierte Kurse zu ITIL und einzelnen Betriebssystemen unterstützen diesen Weg.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Tätigkeit findet überwiegend sitzend am Bildschirm statt, was für viele Menschen mit Bewegungseinschränkungen gut passt. Entscheidend sind die Fähigkeit, mehrere Monitore über längere Zeit zu beobachten, Warnmeldungen schnell zu erfassen und telefonisch zu kommunizieren. Bei Seheinschränkungen helfen Großbildschirme, Vergrößerungssoftware, kontrastreiche Darstellungen oder Screenreader, wobei geprüft werden muss, ob die eingesetzte Monitoring-Software damit bedienbar ist. Bei Höreinschränkungen lassen sich akustische Alarme durch optische Signale ergänzen. Die größte Belastung ist häufig der Schichtdienst mit Nachtarbeit. Schwerbehinderte Beschäftigte können nach § 207 SGB IX auf Verlangen von Mehrarbeit freigestellt werden; Nachtschichten selbst lassen sich durch Absprachen mit dem Arbeitgeber, etwa feste Tagschichten, häufig regeln. Tätigkeiten vor Ort im Serverraum, wie das Tragen von Hardware, können oft an Kolleginnen und Kollegen abgegeben werden. Für technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz ist das Integrations- bzw. Inklusionsamt zuständig, für Eingliederungszuschüsse die Agentur für Arbeit.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.