Aktuelle Stellen: Systemadministrator

Was macht man in diesem Beruf?

Systemadministratoren betreuen die technische Grundlage, auf der in einer Organisation gearbeitet wird: Server, Betriebssysteme wie Windows Server oder Linux, Verzeichnisdienste, Speichersysteme, Virtualisierung und Netzwerke. Sie installieren und konfigurieren Systeme, spielen Updates und Sicherheitspatches ein, verwalten Benutzerkonten und Berechtigungen und richten Datensicherungen ein. Dazu gehört, Störungen zu erkennen, ihre Ursache zu finden und sie zu beheben. Zunehmend werden Aufgaben automatisiert, etwa mit PowerShell, Bash oder Werkzeugen zur Konfigurationsverwaltung, und Teile der Infrastruktur laufen in Cloud-Umgebungen. Auch die Dokumentation der Systeme und die Umsetzung von Vorgaben zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz gehören zum Beruf.

Arbeitsalltag

Der größte Teil der Arbeit findet am Bildschirm statt, oft an mehreren Monitoren und mit Fernzugriff auf die Systeme. Ein Arbeitstag besteht aus geplanten Aufgaben wie dem Einspielen von Updates, der Überwachung von Servern und Backups oder der Vorbereitung von Migrationen, und aus ungeplanten Störungen, die rasch gelöst werden müssen. Fällt ein zentraler System aus, entsteht Zeitdruck. Wartungsarbeiten werden häufig außerhalb der Geschäftszeiten erledigt, abends oder am Wochenende, damit der Betrieb nicht gestört wird. In vielen Betrieben gibt es Rufbereitschaft. Gelegentlich ist Arbeit im Serverraum oder Rechenzentrum nötig, etwa beim Einbau von Hardware; dort ist es laut und kühl, und es wird auch getragen und gebückt gearbeitet. Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen aus den Fachabteilungen, zum Support und zu externen Dienstleistern ist regelmäßig. Homeoffice ist in vielen Stellen zumindest teilweise möglich.

Perspektiven

Der Bedarf an Fachkräften für den IT-Betrieb ist in Wirtschaft und Verwaltung hoch, auch durch die Digitalisierung von Behörden. Weil sich Technik schnell ändert, ist regelmäßige Weiterbildung Teil des Berufs, häufig über Herstellerzertifikate etwa von Microsoft, Red Hat, Cisco oder VMware. Mögliche Spezialisierungen sind IT-Sicherheit, Netzwerktechnik, Cloud-Infrastruktur, Datenbanken oder Automatisierung im Umfeld von DevOps. Mit Erfahrung sind Aufgaben als Systemarchitekt, Teamleitung im IT-Betrieb oder IT-Sicherheitsbeauftragter erreichbar. Über eine Weiterbildung zum geprüften IT-Spezialisten oder ein berufsbegleitendes Studium lassen sich weitere Stufen erreichen.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Hauptanforderungen sind lange Bildschirmarbeit, Konzentration, das Lesen großer Mengen an Text und Protokollen sowie Kommunikation per Telefon, Chat und Ticketsystem. Körperliche Anforderungen beschränken sich meist auf gelegentliche Einsätze im Serverraum und das Tragen von Hardware; diese Aufgaben lassen sich in vielen Teams verteilen oder an Dienstleister abgeben. Für Sehbeeinträchtigungen gibt es Vergrößerungssoftware, Screenreader und große Monitore; viele Verwaltungswerkzeuge sind über die Kommandozeile gut zugänglich. Höhenverstellbare Tische, ergonomische Eingabegeräte und Spracheingabe helfen bei Einschränkungen des Bewegungsapparats. Rufbereitschaft, Nachtwartung und Störungsdruck sind die Punkte, die bei der Stellenwahl geklärt werden sollten; eine Befreiung von Mehrarbeit ist nach § 207 SGB IX auf Verlangen möglich. Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz fördert das Integrationsamt beziehungsweise Inklusionsamt, Leistungen zur Teilhabe und Eingliederungszuschüsse die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.