Aktuelle Stellen: Netzwerkadministrator

Was macht man in diesem Beruf?

Netzwerkadministratoren sorgen dafür, dass Rechner, Server, Telefone und andere Geräte in einer Organisation zuverlässig miteinander verbunden sind. Sie richten lokale Netze, WLAN, VPN-Zugänge und Standortverbindungen ein, konfigurieren Router, Switches und Firewalls und vergeben IP-Adressen und Zugriffsrechte. Ein großer Teil der Arbeit betrifft die IT-Sicherheit: Sicherheitsupdates einspielen, Regeln für den Datenverkehr festlegen, Protokolle auswerten und auf Angriffe reagieren. In vielen Stellen gehören auch Linux- oder Windows-Server, Netzwerkdienste wie DNS und DHCP sowie die Dokumentation der gesamten Infrastruktur dazu.

Arbeitsalltag

Der Großteil der Arbeit findet am Bildschirm statt: an der Kommandozeile, in Verwaltungsoberflächen und in Monitoring-Systemen, die Auslastung und Ausfälle anzeigen. Störungsmeldungen kommen über ein Ticketsystem oder telefonisch von Kolleginnen und Kollegen aus den Fachabteilungen. Neben der laufenden Betreuung gibt es Projekte, etwa die Umstellung auf neue Hardware, die Anbindung eines neuen Standorts oder die Einführung einer Segmentierung des Netzes. Dafür sind Abstimmungen mit Dienstleistern, Herstellern und der IT-Sicherheit nötig.

Teilweise ist Arbeit vor Ort erforderlich: Geräte in Serverräumen und Technikschränken einbauen, Kabel patchen, Hardware tauschen. Das bedeutet gelegentlich Tragen, Bücken und Arbeiten in engen, lauten und gekühlten Räumen. Wartungsarbeiten werden oft abends oder am Wochenende durchgeführt, damit der Betrieb nicht gestört wird. In größeren Organisationen ist Rufbereitschaft üblich. Bei Ausfällen entsteht Zeitdruck, weil ganze Abteilungen ohne Netz nicht arbeiten können. Viele Arbeitgeber ermöglichen mobiles Arbeiten für einen Teil der Woche.

Perspektiven

Fachkräfte für Netzwerke werden in fast allen Branchen und im öffentlichen Dienst gesucht. Die Technik ändert sich schnell, regelmäßige Weiterbildung und Herstellerzertifikate sind deshalb Teil des Berufs. Mit Erfahrung ist eine Spezialisierung auf Netzwerksicherheit, Cloud-Netzwerke, Netzwerkautomatisierung oder Kommunikationstechnik möglich. Andere Wege führen in die Rolle als Netzwerkarchitekt, IT-Sicherheitsbeauftragter oder in die Leitung eines Teams. Über eine Aufstiegsfortbildung, etwa zum geprüften IT-Projektleiter, oder ein berufsbegleitendes Informatikstudium lassen sich weitere Positionen erreichen.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die zentrale Anforderung ist lange Bildschirmarbeit mit Konzentration auf Details wie Konfigurationsdateien und Protokolle. Hinzu kommen Telefonate und Besprechungen, Arbeit unter Zeitdruck bei Störungen sowie Bereitschaft und Wartungsfenster außerhalb der üblichen Zeiten. Körperlich belastend sind vor allem Einsätze in Serverräumen mit Heben von Geräten, Arbeiten in Bodennähe oder auf Leitern und der feinmotorische Umgang mit Steckern und Kabeln.

Vieles lässt sich gut anpassen, weil die meisten Geräte aus der Ferne verwaltet werden. Typische Hilfsmittel sind große Monitore, Vergrößerungssoftware, Screenreader mit Braillezeile, Spracheingabe, ergonomische Tastaturen und höhenverstellbare Schreibtische. Hörende Telefonate lassen sich teilweise durch Chat, Ticketsysteme und Videokonferenzen mit Untertiteln ersetzen. Körperliche Vor-Ort-Arbeiten können im Team verteilt oder an Dienstleister abgegeben werden. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz, die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung unterstützen bei Umschulung und Eingliederung. Schwerbehinderte Beschäftigte können sich nach § 207 SGB IX von Mehrarbeit freistellen lassen, was bei Wartungsfenstern und Bereitschaft wichtig sein kann.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.