Aktuelle Stellen: Netzwerkarchitekt

Was macht man in diesem Beruf?

Netzwerkarchitekten entwerfen die Struktur, über die Daten in einer Organisation fließen: lokale Netze an Standorten, Weitverkehrsverbindungen zwischen Niederlassungen, Rechenzentrumsnetze und Anbindungen an Cloud-Dienste. Sie entscheiden, welche Technologien eingesetzt werden, etwa Routing- und Switching-Konzepte, SD-WAN, Segmentierung, Firewalls, Load Balancer oder WLAN, und wie das Netz bei Ausfällen weiterläuft. Grundlage sind fachliche Anforderungen, Sicherheitsvorgaben wie der IT-Grundschutz des BSI, Budgets und die vorhandene Altlandschaft. Das Ergebnis sind Zielbilder, Designdokumente, Migrationspläne und Standards, nach denen Administratoren und Dienstleister bauen und betreiben.

Arbeitsalltag

Der Großteil der Arbeit findet am Bildschirm und in Besprechungen statt. Architekten analysieren Auslastung und Schwachstellen des bestehenden Netzes, erstellen Diagramme und Konzepte, bewerten Produkte von Herstellern, schreiben Leistungsbeschreibungen für Ausschreibungen und prüfen Angebote. Sie stimmen sich mit Fachabteilungen, IT-Sicherheit, Server- und Cloud-Teams ab und beraten bei schwierigen Störungen, wenn der Betrieb nicht weiterkommt. In Rechenzentren gehört gelegentlich die Begutachtung vor Ort dazu, etwa bei Umzügen oder Inbetriebnahmen. Die Arbeitszeit liegt meist im Tagdienst mit Gleitzeit und Homeoffice-Anteil. Größere Umstellungen werden aber oft nachts oder am Wochenende in Wartungsfenstern durchgeführt, und bei Projekten mit festen Terminen entsteht Zeitdruck. Reisen zu Standorten oder Herstellern kommen je nach Arbeitgeber vor. Weil sich die Technik schnell ändert, ist regelmäßige Weiterbildung Teil der Arbeit.

Perspektiven

Die Nachfrage ist hoch, weil Unternehmen und Verwaltungen ihre Netze für Cloud-Nutzung, Zero-Trust-Sicherheitskonzepte und wachsende Datenmengen umbauen. Netzwerkarchitekten werden bei Rechenzentrumsbetreibern, Telekommunikationsanbietern, IT-Dienstleistern, großen Unternehmen und öffentlichen IT-Dienstleistern gesucht. Mögliche nächste Schritte sind die Leitung eines Architekturteams, die Rolle als Enterprise-Architekt oder eine Spezialisierung auf Netzwerksicherheit oder Cloud-Netzwerke. Auch eine selbstständige Beratertätigkeit ist verbreitet.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Der Beruf ist körperlich wenig belastend. Gefordert sind vor allem lange Bildschirmarbeit, konzentriertes Lesen technischer Dokumentation, viele Besprechungen und Telefonkonferenzen sowie der Umgang mit Zeitdruck bei Projekten und Störungen. Körperliche Arbeit im Rechenzentrum, etwa das Verkabeln oder Einbauen von Geräten, übernehmen meist Betriebsteams oder Dienstleister, sodass sich solche Aufgaben gut abgeben lassen. Hilfreich sind ergonomische Arbeitsplätze, große oder mehrere Monitore, Vergrößerungssoftware, Screenreader und Braillezeile, Spracheingabe sowie Headsets oder Hörtechnik für Videokonferenzen. Diagramme in Grafikwerkzeugen sind für blinde Nutzer schwer zugänglich; textbasierte Beschreibungen oder Diagramme als Code können hier eine Lösung sein. Homeoffice und Gleitzeit erleichtern Pausen, Therapietermine und die Einteilung der Kraft. Nächtliche Wartungsfenster und Rufbereitschaft lassen sich häufig im Team anders verteilen. Technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz fördert das Integrations- bzw. Inklusionsamt, beim Einstieg oder Wechsel können Agentur für Arbeit und Rentenversicherung Leistungen zur Teilhabe erbringen.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.