Aktuelle Stellen: Facility Manager

Was macht man in diesem Beruf?

Facility Manager sind dafür verantwortlich, dass Bürogebäude, Krankenhäuser, Schulen, Verwaltungsgebäude oder Industrieanlagen zuverlässig funktionieren. Dazu gehört die technische Betriebsführung von Heizung, Lüftung, Klima, Elektro, Aufzügen und Brandschutzanlagen ebenso wie die infrastrukturellen Dienste wie Reinigung, Winterdienst, Sicherheitsdienst oder Grünpflege. Im operativen Facility Management steht die Koordination im Vordergrund: Facility Manager vergeben Aufträge an Fachfirmen und Hausmeisterdienste, kontrollieren die Leistungen und halten gesetzlich vorgeschriebene Prüffristen ein. Hinzu kommen kaufmännische Aufgaben wie Budgetplanung, Angebotsvergleich, Rechnungsprüfung und Nebenkostenabrechnung. Sie sind Ansprechpersonen für Nutzer, Mieter, Eigentümer und Behörden.

Arbeitsalltag

Der Arbeitstag verteilt sich auf Büroarbeit und Begehungen vor Ort. Am Schreibtisch werden Störmeldungen bearbeitet, Wartungsverträge betreut, Termine mit Dienstleistern abgestimmt und Vorgänge in CAFM-Software dokumentiert. Bei Objektbegehungen werden Technikräume, Dächer, Außenanlagen und Flure kontrolliert, Mängel aufgenommen und Arbeiten abgenommen. Wer mehrere Liegenschaften betreut, fährt regelmäßig zwischen den Standorten, ein Führerschein der Klasse B wird daher oft verlangt. Die Arbeitszeiten liegen meist tagsüber, viele Arbeitgeber erwarten jedoch die Teilnahme an einer Rufbereitschaft für Notfälle wie Wasserschäden, Heizungsausfälle oder Alarme. Zeitdruck entsteht, wenn mehrere Störungen gleichzeitig auftreten oder Nutzer schnelle Lösungen verlangen. Kommunikationsfähigkeit ist wichtig, weil Beschwerden, Verhandlungen mit Firmen und Abstimmungen mit der Geschäftsführung zum Alltag gehören.

Perspektiven

Der Bedarf an Fachkräften im Gebäudemanagement ist hoch, da der Gebäudebestand technisch komplexer wird und Themen wie Energieeffizienz, Betreiberverantwortung und Nachhaltigkeitsberichte an Gewicht gewinnen. Arbeitgeber sind Facility-Management-Dienstleister, Immobilienverwaltungen, Industrieunternehmen, Kliniken, Hochschulen sowie Kommunen und Landesbehörden. Mit Erfahrung ist der Aufstieg zur Objektleitung, zur Regionalleitung oder in das strategische Facility Management möglich. Spezialisierungen gibt es etwa im Energiemanagement, im Arbeits- und Brandschutz oder in der Projektsteuerung bei Umbauten und Sanierungen.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Der Beruf verbindet Bildschirmarbeit mit Tätigkeiten vor Ort. Zu den Anforderungen gehören Gehen und Treppensteigen bei Begehungen, gelegentliches Arbeiten in engen oder lauten Technikräumen, Autofahren zwischen Standorten, viel Telefon- und Kundenkontakt sowie Rufbereitschaft. Schweres Heben fällt selten an, da handwerkliche Arbeiten in der Regel von Fachfirmen oder Haustechnikern erledigt werden. Wie belastend der Beruf ist, hängt stark vom Zuschnitt der Stelle ab: Eine koordinierende Stelle mit einem festen Objekt verlangt weniger Mobilität als die Betreuung vieler verteilter Liegenschaften. Hilfreich sind technische Arbeitshilfen wie Bildschirmlesesoftware, Vergrößerungssysteme, Headsets oder Hörsysteme mit Telefonanbindung, ein ergonomischer Arbeitsplatz und ein umgebautes Dienstfahrzeug. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert solche Hilfen und kann Arbeitsassistenz finanzieren, die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung unterstützen bei Umschulung und Einarbeitung. Schwerbehinderte Beschäftigte können sich nach § 207 SGB IX von Mehrarbeit freistellen lassen, was bei der Planung von Rufbereitschaften zu berücksichtigen ist.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.