Aktuelle Stellen: Elektromonteur

Was macht man in diesem Beruf?

Elektromonteure bauen elektrische Anlagen auf, schließen sie an und halten sie in Betrieb. Dazu gehören Leitungsverlegung, Montage von Verteilungen und Schaltschränken, Anschluss von Beleuchtung, Steckdosen, Motoren und Antrieben sowie die Installation von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR) in Heizungs-, Lüftungs- und Produktionsanlagen. Nach der Montage prüfen sie die Anlagen nach den einschlägigen VDE-Bestimmungen, messen Isolationswiderstände und Schutzmaßnahmen und dokumentieren die Ergebnisse. Bei Störungen suchen sie den Fehler, tauschen defekte Bauteile und nehmen die Anlage wieder in Betrieb. Im Geschäftskundenbereich geht es oft um Gewerbeimmobilien, Büros, Krankenhäuser oder Industriehallen.

Arbeitsalltag

Der Tag beginnt meist im Betrieb oder direkt auf der Baustelle. Gearbeitet wird nach Schaltplänen und Montageplänen, häufig im Team mit anderen Monteuren und in Abstimmung mit Bauleitung und anderen Gewerken. Die Tätigkeit ist körperlich: Kabeltrommeln und Material tragen, auf Leitern und Gerüsten arbeiten, Durchbrüche bohren, Kabelwege über Kopf montieren, in engen Schächten oder kniend an Verteilungen arbeiten. Feinmotorik und gutes Sehen sind beim Verdrahten und Unterscheiden von Aderfarben gefragt. Auf Baustellen herrschen Lärm, Staub und wechselnde Temperaturen. Die Arbeitszeit liegt meist tagsüber, bei Montagefirmen kommen wechselnde Einsatzorte, längere Fahrten und teils Übernachtungen auswärts hinzu. Im Wartungs- und Störungsdienst ist Rufbereitschaft am Abend und Wochenende üblich. Termindruck entsteht vor allem kurz vor der Übergabe eines Bauabschnitts. Ein Führerschein der Klasse B wird fast immer erwartet.

Perspektiven

Elektrofachkräfte werden in Handwerk, Industrie und Gebäudetechnik stark nachgefragt, auch durch Energiewende, Photovoltaik, Ladeinfrastruktur und Gebäudeautomation. Mit Erfahrung ist der Wechsel in Inbetriebnahme, Service, Prüftätigkeit oder Montageleitung möglich. Weiterbildungen zum Elektrotechnikermeister oder staatlich geprüften Techniker der Elektrotechnik öffnen den Weg in Planung, Arbeitsvorbereitung und Führung. Spezialisierungen etwa in MSR-Technik, KNX-Gebäudesystemtechnik oder Prüfung ortsveränderlicher Geräte erweitern das Einsatzfeld.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die größten Anforderungen liegen im Heben und Tragen, in Arbeit auf Leitern und in Zwangshaltungen, im langen Stehen sowie in Feinmotorik und Farbsehen beim Verdrahten. Hinzu kommen Fahrten zu wechselnden Einsatzorten und gegebenenfalls Rufbereitschaft. Viele dieser Belastungen lassen sich verringern: Hubarbeitsbühnen und Materiallifte ersetzen Leitern und Tragen, Akkuwerkzeuge mit geringem Gewicht und Vibrationsdämpfung entlasten Hände und Arme, Messgeräte mit großer Anzeige oder Sprachausgabe sowie Lupenleuchten unterstützen beim Sehen. Eine Alternative zur Baustelle ist die Werkstattfertigung, etwa im Schaltschrankbau, wo im Sitzen an höhenverstellbaren Tischen gearbeitet werden kann. Auch Prüfung, Dokumentation und Arbeitsvorbereitung sind mögliche Ausweichtätigkeiten. Technische Arbeitshilfen und begleitende Hilfe fördert das Integrations- bzw. Inklusionsamt, bei Einstellung kann die Agentur für Arbeit einen Eingliederungszuschuss zahlen. Schwerbehinderte Beschäftigte können sich auf Verlangen von Mehrarbeit freistellen lassen (§ 207 SGB IX), was bei Bereitschaftsdiensten und Terminphasen relevant ist.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.