Aktuelle Stellen: Mechatroniker

Was macht man in diesem Beruf?

Mechatroniker verbinden Mechanik, Elektrotechnik und Informationstechnik. Sie montieren Baugruppen, verdrahten Schaltschränke, schließen Sensoren und Antriebe an und nehmen Anlagen in Betrieb. Ein großer Teil der Arbeit besteht in Wartung und Störungsbeseitigung: Fällt eine Produktionsanlage, eine Fördertechnik oder ein Fahrzeugsystem aus, suchen sie mit Messgeräten, Schaltplänen und Diagnosesoftware nach der Ursache und tauschen defekte Teile aus. Dazu gehört auch das Anpassen von Steuerungsprogrammen, meist an speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS). Die Einsatzfelder sind breit: Großwäschereien, Zulieferer der Automobilindustrie, Kraftwerke und Entsorgungsanlagen, Verkehrsbetriebe mit U-Bahn- und Straßenbahnfahrzeugen oder Hersteller von Sondermaschinen.

Arbeitsalltag

Der Alltag hängt stark vom Einsatzort ab. In der betrieblichen Instandhaltung arbeiten Mechatroniker direkt an den Anlagen in Werkhallen, oft bei Lärm, Wärme, Staub oder Öl. Geplante Wartungen wechseln sich mit kurzfristigen Störungseinsätzen ab, bei denen Zeitdruck entsteht, weil jede Minute Stillstand Geld kostet. In Produktionsbetrieben und Verkehrsunternehmen ist Schichtarbeit üblich, teils mit Nacht-, Wochenend- und Rufbereitschaftsdiensten, weil Wartungsfenster außerhalb der Betriebszeiten liegen. Die Arbeit verlangt Stehen, Knien, Arbeiten über Kopf und in engen Bereichen sowie das Heben von Bauteilen; Steigen auf Leitern oder Arbeitsbühnen kommt vor. Ein Teil der Zeit entfällt auf Bildschirmarbeit: Fehlerprotokolle auswerten, Programme ändern, Wartungen im Instandhaltungssystem dokumentieren. Im Außendienst als Servicetechniker kommen Reisen zu Kunden, Übernachtungen und Kundenkontakt hinzu; dafür ist meist ein Führerschein der Klasse B nötig.

Perspektiven

Fachkräfte in der Mechatronik werden in Industrie, Energieversorgung und öffentlichem Nahverkehr gesucht, weil Anlagen zunehmend automatisiert sind und erfahrenes Instandhaltungspersonal in den Ruhestand geht. Mit Berufserfahrung ist eine Spezialisierung auf Automatisierungstechnik, Robotik, Antriebstechnik oder Fahrzeugtechnik möglich. Die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker oder zum Industriemeister öffnet Wege in Schichtleitung, Arbeitsvorbereitung und Instandhaltungsplanung. Mit Hochschulzugang ist ein Studium der Mechatronik oder Elektrotechnik möglich. Wer im Betrieb als Elektrofachkraft anerkannt ist, kann zusätzliche Verantwortung für Prüfungen elektrischer Anlagen übernehmen.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Tätigkeit deutlich. Störungsdienst an Großanlagen verlangt Beweglichkeit, sicheren Stand, Heben und schnelles Reagieren unter Zeitdruck. Für Verdrahtung und Messungen sind Feinmotorik und gutes Sehen wichtig, auch das Unterscheiden farbiger Leitungsadern. In lauten Hallen werden Warnsignale akustisch gegeben, was sich durch optische oder vibrierende Signalgeber ergänzen lässt. Viele Hürden lassen sich mit Hilfsmitteln verringern: Hebehilfen und Kräne, höhenverstellbare Werkbänke, Lupenleuchten, Vergrößerungssoftware für Schaltpläne und Programmieroberflächen oder ergonomisches Werkzeug. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt kann technische Arbeitshilfen und begleitende Hilfe fördern, die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung übernehmen Leistungen zur Teilhabe, etwa eine Umschulung. Tätigkeiten mit weniger körperlicher Belastung sind Steuerungsprogrammierung, Prüffeld, Arbeitsvorbereitung oder Instandhaltungsplanung. Schwerbehinderte Beschäftigte haben Anspruch auf Zusatzurlaub und können verlangen, von Mehrarbeit freigestellt zu werden; das ist in Betrieben mit Bereitschaftsdiensten relevant.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.