Aktuelle Stellen: Kfz-Mechatroniker

Was macht man in diesem Beruf?

Kfz-Mechatroniker halten Fahrzeuge verkehrssicher und betriebsbereit. Sie führen Inspektionen nach Herstellervorgaben durch, suchen mit Diagnosegeräten nach Fehlern in Motorsteuerung, Bremssystemen oder Fahrerassistenzsystemen und tauschen defekte Bauteile aus. Dazu gehören klassische Arbeiten an Motor, Getriebe, Fahrwerk und Abgasanlage ebenso wie Software-Updates, das Kalibrieren von Kameras und Radarsensoren oder das Nachrüsten von Zubehör. Bei Elektro- und Hybridfahrzeugen arbeiten speziell qualifizierte Fachkräfte an Hochvoltsystemen: Sie schalten die Anlage spannungsfrei, sichern sie gegen Wiedereinschalten und prüfen Batterien und Leitungen. Je nach Schwerpunkt liegt der Fokus auf Pkw, Nutzfahrzeugen, Motorrädern oder Karosserie.

Arbeitsalltag

Gearbeitet wird überwiegend in der Werkstatt, oft unter dem Fahrzeug auf der Hebebühne, an der Grube oder im Motorraum. Viele Tätigkeiten finden im Stehen statt, teils in gebückter Haltung oder mit erhobenen Armen. Räder, Bremsscheiben und Bauteile sind schwer; bei Lkw und Transportern kommen größere Lasten hinzu, die mit Hebezeugen bewegt werden. Die Arbeitsumgebung ist laut, es gibt Kontakt mit Öl, Kraftstoffen und Reinigungsmitteln. Ein wachsender Teil der Arbeit läuft am Diagnosetester und Laptop: Fehlerspeicher auslesen, Schaltpläne lesen, Reparaturanleitungen abrufen und Arbeitsschritte dokumentieren. Arbeitsaufträge kommen über die Serviceannahme, die Arbeitszeiten werden in Vorgabezeiten gemessen, was Zeitdruck erzeugen kann. Probefahrten gehören dazu. Üblich sind feste Tagesarbeitszeiten, teils mit Samstagsdiensten; in Nutzfahrzeugwerkstätten und bei Pannendiensten kommen Spät- oder Bereitschaftsdienste vor.

Perspektiven

Der Bedarf an Fachkräften ist hoch, besonders für Hochvolttechnik und Diagnose. Mit Berufserfahrung ist eine Spezialisierung als Diagnosetechniker, Hochvolttechniker oder Servicetechniker möglich. Die Meisterprüfung im Kfz-Techniker-Handwerk berechtigt zur Leitung einer Werkstatt und zur Ausbildung. Weitere Wege führen zum staatlich geprüften Techniker, zum Kfz-Servicetechniker, in die Serviceberatung, den Teiledienst oder über ein Studium der Fahrzeugtechnik in Entwicklung und Prüfwesen. Auch Prüforganisationen und Fuhrparks öffentlicher Arbeitgeber stellen Kfz-Mechatroniker ein.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Der Beruf verlangt in vielen Werkstätten langes Stehen, Heben, Arbeiten über Kopf und gute Feinmotorik sowie ausreichendes Sehen für kleine Steckverbindungen und Anzeigen. Lärm erschwert die Verständigung, Probefahrten setzen in der Regel einen Führerschein voraus. Viele Belastungen lassen sich technisch reduzieren: höhenverstellbare Hebebühnen und Getriebeheber, Radmontagehilfen, ergonomische Montageliegen und Sitzrollhocker, gut beleuchtete Arbeitsplätze mit Lupenleuchten sowie optische statt akustischer Signale. Die Diagnose am Bildschirm lässt sich mit Vergrößerungssoftware oder größeren Monitoren anpassen. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert technische Arbeitshilfen und berät Betriebe, die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung sind bei Umschulung und Leistungen zur Teilhabe zuständig. Wer die körperliche Werkstattarbeit nicht mehr voll ausüben kann, findet mit dem Fachwissen oft Wege in Diagnose, Serviceannahme oder Teiledienst. Größere Niederlassungen und öffentliche Arbeitgeber haben meist eine Schwerbehindertenvertretung, die bei Anpassungen und im Betrieblichen Eingliederungsmanagement unterstützt.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.