Aktuelle Stellen: Elektriker

Was macht man in diesem Beruf?

„Elektriker“ ist die gängige Bezeichnung für Fachkräfte, die elektrische Anlagen errichten, in Betrieb nehmen, instand halten und prüfen. Dazu gehören Stromverteilungen, Leitungen, Steckdosen und Beleuchtung, aber auch Steuerungen von Pumpen, Lüftungen oder Maschinen. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist die Prüfung ortsfester und ortsveränderlicher Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3: Elektriker messen Schutzleiter- und Isolationswiderstände, dokumentieren die Ergebnisse und kennzeichnen geprüfte Geräte. In Wasserwerken, Klärwerken oder bei Stadtwerken betreuen sie zusätzlich die Elektro- und Steuerungstechnik von Pumpstationen und Aufbereitungsanlagen.

Arbeitsalltag

Die Arbeit findet auf Baustellen, in Kundenwohnungen, in Werkhallen, Technikräumen oder an Außenanlagen statt. Im Handwerk fahren Elektriker meist mit dem Firmenwagen von Einsatz zu Einsatz, oft mehrere am Tag. Bei Prüfaufträgen nach DGUV V3 gehen sie in Büros, Schulen oder Betrieben von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz und prüfen in kurzer Zeit eine große Zahl von Geräten. Zur Tätigkeit gehören Kabel verlegen, Schlitze und Durchbrüche herstellen, Verteiler verdrahten, Fehler mit Messgeräten suchen und Prüfprotokolle am Tablet oder Laptop erstellen. Körperlich verlangt der Beruf Stehen, Knien, Arbeiten über Kopf und auf Leitern, das Tragen von Material und Werkzeug sowie Feinmotorik beim Anschließen. Farbsehen ist für die Unterscheidung von Aderfarben wichtig. In Versorgungsbetrieben und in der Industrie sind Rufbereitschaft und Schichtdienst üblich, im Handwerk entsteht Zeitdruck durch Termine auf der Baustelle.

Perspektiven

Elektrofachkräfte werden in Handwerk, Industrie und öffentlichem Dienst gesucht. Energiewende, Photovoltaik, Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur und Gebäudeautomation erweitern das Aufgabenfeld. Mit Berufserfahrung ist eine Spezialisierung möglich, etwa auf Prüftechnik, Gebäudesystemtechnik oder Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Die Meisterprüfung oder eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker für Elektrotechnik öffnet den Weg in Bauleitung, Arbeitsvorbereitung, Betriebsführung oder die Selbstständigkeit. Mit Hochschulzugangsberechtigung ist auch ein Studium der Elektrotechnik möglich.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Der Beruf ist in vielen Bereichen körperlich fordernd, die Anforderungen unterscheiden sich aber stark je nach Einsatzfeld. Montage auf Baustellen verlangt Heben, Knien, Steigen und Überkopfarbeit. Prüftätigkeiten nach DGUV V3, die Arbeit in der Werkstatt, im Schaltschrankbau oder in der Steuerungstechnik sind oft weniger belastend, verlangen aber gutes Sehen, Feinmotorik und konzentrierte Arbeit am Bildschirm bei der Dokumentation. Hilfen sind höhenverstellbare Werkbänke, Hubarbeitsbühnen statt Leitern, leichte Akkuwerkzeuge, Kniepolster, Lupenleuchten, Messgeräte mit großer oder sprechender Anzeige und Prüfsoftware mit Vergrößerung. Wer nicht hören kann, braucht bei Arbeiten in Anlagen eine geregelte Kommunikation im Team, etwa über Messenger oder Vibrationsalarm. Für die Kosten solcher Arbeitshilfen ist das Integrations- bzw. Inklusionsamt zuständig, bei Umschulung oder Wiedereingliederung auch die Rentenversicherung oder die Agentur für Arbeit. Öffentliche Arbeitgeber wie Stadtwerke, Wasserverbände oder Liegenschaftsverwaltungen laden schwerbehinderte Bewerber nach § 165 SGB IX zum Vorstellungsgespräch ein, sofern die fachliche Eignung nicht offensichtlich fehlt. Schwerbehinderte Beschäftigte können nach § 207 SGB IX die Freistellung von Mehrarbeit verlangen, was bei Bereitschaftsdiensten relevant ist.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.