Aktuelle Stellen: Telefonverkäufer

Was macht man in diesem Beruf?

Telefonverkäufer, in Stellenanzeigen oft als Telesales-Mitarbeiter bezeichnet, schließen Verkäufe am Telefon ab. Im Outbound rufen sie selbst an: Bestandskunden erhalten Angebote für Vertragsverlängerungen oder Zusatzleistungen, Geschäftskunden werden für neue Produkte gewonnen, Interessenten aus Anfragen oder Messen werden nachgefasst. Typische Branchen sind Energieversorgung, Telekommunikation, Verlage, Versicherungen, Großhandel und Softwareanbieter. Zum Beruf gehört, Gespräche zu führen, Bedarf zu erfragen, Einwände zu beantworten und Abschlüsse sauber im System zu erfassen. Anrufe bei Privatpersonen sind nur mit deren vorheriger Einwilligung erlaubt; auch der Datenschutz setzt klare Grenzen, die im Alltag beachtet werden müssen.

Arbeitsalltag

Der Tag besteht aus vielen Telefonaten hintereinander, oft unterstützt durch eine Wählsoftware, die die nächste Nummer automatisch anwählt. Parallel arbeiten Telefonverkäufer im CRM-System: Sie lesen Kundendaten, dokumentieren Gesprächsergebnisse, legen Wiedervorlagen an und erstellen Angebote oder Auftragsbestätigungen. Gesprächsleitfäden geben die Struktur vor, Schulungen zu neuen Produkten kommen regelmäßig hinzu. Die Arbeit findet fast ausschließlich sitzend am Bildschirm mit Headset statt, in Großraumbüros oder zunehmend im Homeoffice. Die Arbeitszeiten liegen meist zwischen 8 und 20 Uhr, im B2C-Bereich auch am Samstag; Nachtarbeit ist unüblich. Viele Arbeitgeber bieten Teilzeit an. Belastend sind Zeitdruck durch Zielvorgaben wie Anrufzahlen und Abschlussquoten, häufige Ablehnungen und gelegentlich unfreundliche Gesprächspartner. Ein Teil des Einkommens hängt oft von Provisionen ab.

Perspektiven

Vertrieb per Telefon und Video wird von vielen Unternehmen genutzt, weil er günstiger ist als Außendienst. Stellen gibt es daher regelmäßig, die Fluktuation ist allerdings hoch. Wer gute Ergebnisse erzielt, kann in den Key-Account-Bereich, in die Teamleitung, ins Training oder in den Vertriebsinnendienst wechseln. Eine Weiterbildung zum Fachwirt für Vertrieb oder zum Kaufmann für Dialogmarketing verbessert die Aussichten. Im B2B-Vertrieb, etwa für Software oder technische Produkte, sind die Verdienstmöglichkeiten deutlich höher als im Privatkundengeschäft.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Körperlich verlangt der Beruf wenig: kein Heben, kaum Gehen, kein Führerschein. Dafür zählen Sprechen und Hören über viele Stunden, dauerhafte Bildschirmarbeit, Konzentration und der Umgang mit Zeitdruck und Ablehnung. Das lange Sitzen lässt sich mit höhenverstellbarem Tisch und ergonomischem Stuhl ausgleichen. Für Beschäftigte mit Sehbehinderung kommen Screenreader, Braillezeile oder Vergrößerungssoftware in Frage, wobei vorab geklärt werden muss, ob CRM- und Wählsoftware damit bedienbar sind. Bei Hörbeeinträchtigung helfen Headsets mit Hörgerätekopplung und ein ruhiger Arbeitsplatz. Homeoffice, feste Pausen und Teilzeit erleichtern die Arbeit für Menschen mit eingeschränkter Belastbarkeit oder Mobilität. Technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz fördert das Integrations- bzw. Inklusionsamt, die Agentur für Arbeit kann einen Eingliederungszuschuss zahlen. Schwerbehinderte Beschäftigte haben Anspruch auf Zusatzurlaub und können sich von Mehrarbeit freistellen lassen.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.