Aktuelle Stellen: Straßenwärter

Was macht man in diesem Beruf?

Straßenwärter sorgen dafür, dass Straßen und Autobahnen in einem verkehrssicheren Zustand bleiben. Sie fahren regelmäßig ihre Streckenabschnitte ab und prüfen Fahrbahn, Bankette, Leitplanken, Schilder, Markierungen und Entwässerungsanlagen auf Schäden. Kleinere Schäden beheben sie selbst: Sie flicken Schlaglöcher mit Asphalt, setzen Bordsteine, reparieren Schutzplanken und tauschen Verkehrszeichen aus. Dazu kommen die Pflege von Grünflächen und Gehölzen am Straßenrand, das Reinigen von Rinnen, Schächten und Durchlässen sowie das Absichern von Arbeits-, Unfall- und Gefahrenstellen. Im Winter gehört der Räum- und Streudienst zu den zentralen Aufgaben.

Arbeitsalltag

Der Tag beginnt meist früh in der Straßen- oder Autobahnmeisterei, wo die Kolonnen eingeteilt und Fahrzeuge sowie Geräte geladen werden. Gearbeitet wird überwiegend im Freien, bei Hitze, Regen und Kälte, oft direkt neben fließendem Verkehr. Das verlangt Aufmerksamkeit und das konsequente Einhalten von Sicherheitsregeln. Straßenwärter bedienen Lkw, Unimogs, Mähgeräte, Kehrmaschinen, Freischneider, Motorsägen und Verdichtungsgeräte. Die Arbeit ist körperlich: Heben von Material, langes Stehen und Gehen auf unebenem Gelände, Arbeiten in gebückter Haltung. Im Winterdienst gibt es Rufbereitschaft und Einsätze in der Nacht, am frühen Morgen und am Wochenende; auch nach Unfällen oder Unwettern werden Straßenwärter kurzfristig gerufen. Zur Arbeit gehören außerdem Dokumentation, etwa von Kontrollfahrten und Schäden, häufig auf Tablets oder in digitalen Erfassungssystemen.

Perspektiven

Der Bedarf an Personal in Straßen- und Autobahnmeistereien ist hoch, viele Arbeitgeber stellen auch Quereinsteiger aus dem Bau oder anderen Handwerksberufen ein und bilden sie berufsbegleitend weiter. Die Stellen sind überwiegend im öffentlichen Dienst angesiedelt und gelten als sicher. Mit Erfahrung können Straßenwärter eine Kolonne führen oder sich auf Bereiche wie Verkehrssicherung, Baumpflege oder Winterdienstorganisation spezialisieren. Die Fortbildung zum Straßenwärtermeister öffnet den Weg zur Leitung einer Meisterei oder in die Bauaufsicht; mit Hochschulzugang ist auch ein Studium im Bauingenieurwesen möglich.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Der Beruf stellt deutliche körperliche Anforderungen: Heben und Tragen, Arbeiten im Stehen und Gehen, Witterung, Lärm und Vibrationen durch Maschinen. Wichtig sind außerdem gutes Sehen und Hören, um Gefahren im Straßenverkehr und Warnsignale wahrzunehmen. Ein Führerschein, meist der Klasse C oder CE, wird in vielen Stellen erwartet, und der Winterdienst bringt Nacht- und Bereitschaftszeiten mit sich. Wie gut sich diese Anforderungen bewältigen lassen, hängt von der individuellen Situation und vom Arbeitsplatz ab. Technische Hilfen wie Hebehilfen, vibrationsarme Geräte, Fahrzeuge mit Kran oder Hubladebühne und angepasste Sitze erleichtern die Arbeit. Innerhalb einer Meisterei gibt es zudem Tätigkeiten mit geringerer körperlicher Belastung, etwa Streckenkontrolle, Werkstatt, Lager oder Disposition. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert technische Arbeitshilfen und berät Arbeitgeber, die Schwerbehindertenvertretung unterstützt bei der Umsetzung. Da die meisten Arbeitgeber öffentlich sind, gilt die Pflicht zur Einladung zum Vorstellungsgespräch nach § 165 SGB IX.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.