Aktuelle Stellen: Professor

Was macht man in diesem Beruf?

Professorinnen und Professoren vertreten ein Fachgebiet in Lehre und Forschung, etwa Konstruktion und CAD, Informatik in den Lebenswissenschaften, Rechtswissenschaft oder Germanistik. Sie halten Vorlesungen, Seminare und Übungen, nehmen Prüfungen ab und betreuen Abschluss- und Doktorarbeiten. In der Forschung entwickeln sie Projekte, werben Drittmittel ein, leiten Arbeitsgruppen und veröffentlichen Ergebnisse. An Universitäten liegt der Schwerpunkt stärker auf Grundlagenforschung, an Hochschulen für angewandte Wissenschaften auf praxisnaher Lehre und Kooperation mit Unternehmen. Hinzu kommt die Mitarbeit in Gremien wie Fakultätsrat, Prüfungsausschuss oder Berufungskommission.

Arbeitsalltag

Der Alltag teilt sich in Vorlesungszeit und vorlesungsfreie Zeit. Während des Semesters bestimmen Lehrveranstaltungen, Sprechstunden und Sitzungen den Wochenplan. Das Lehrdeputat liegt an Universitäten meist bei rund neun, an Hochschulen für angewandte Wissenschaften bei rund achtzehn Semesterwochenstunden. In der vorlesungsfreien Zeit stehen Prüfungen, Korrekturen, Forschung, Anträge und Konferenzreisen im Vordergrund. Ein großer Teil der Arbeit findet am Bildschirm statt: Lehrmaterial erstellen, Texte schreiben, Daten auswerten, E-Mails und Verwaltungsvorgänge bearbeiten. In technischen und naturwissenschaftlichen Fächern kommen Labor-, Werkstatt- oder Versuchsarbeit hinzu. Die Arbeitszeit ist weitgehend frei einteilbar, aber oft lang; Termindruck entsteht durch Antragsfristen, Prüfungsphasen und Veröffentlichungen. Führungsaufgaben gegenüber wissenschaftlichem Personal und die Verantwortung für Budgets gehören ebenfalls dazu.

Perspektiven

Professuren sind begrenzt und werden in einem mehrstufigen Berufungsverfahren besetzt; der Weg dorthin dauert meist viele Jahre und ist mit befristeten Stellen verbunden. Nach der Berufung erfolgt in der Regel eine Verbeamtung auf Lebenszeit oder ein unbefristetes Angestelltenverhältnis. An Hochschulen für angewandte Wissenschaften ist die Bewerberlage in Ingenieur- und Informatikfächern oft dünn, weil Praxiserfahrung außerhalb der Hochschule verlangt wird. Aufstiegsmöglichkeiten bestehen über Rufe an andere Hochschulen, Bleibeverhandlungen, Leistungsbezüge sowie Ämter wie Dekanat, Vizepräsidium oder Präsidium.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Anforderungen liegen vor allem im Sprechen vor Gruppen, im Lesen und Schreiben großer Textmengen, in langer Bildschirmarbeit und im Austausch mit Studierenden und Kollegium. Körperlich ist der Beruf meist wenig belastend, außer bei Labor- und Werkstattarbeit oder häufigen Dienstreisen. Die freie Zeiteinteilung erleichtert es, Therapien, Pausen und Belastungsspitzen einzuplanen. Hilfreich sind barrierefreie Hörsäle, Mikrofon- und Induktionsanlagen, Screenreader, Vergrößerungssoftware, Spracheingabe, höhenverstellbare Rednerpulte sowie Arbeitsassistenz, etwa für Vorlese- oder Gebärdensprachdolmetschdienste. Hochschulen sind öffentliche Arbeitgeber und müssen schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber nach § 165 SGB IX zum Vorstellungsgespräch einladen, sofern die fachliche Eignung nicht offensichtlich fehlt. Die Schwerbehindertenvertretung ist am Berufungsverfahren zu beteiligen.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.