Aktuelle Stellen: Dozent

Was macht man in diesem Beruf?

Dozentinnen und Dozenten vermitteln Fachwissen an Erwachsene. Hauptamtlich tätig sind sie zum Beispiel an Hochschulen für öffentliche Verwaltung, an kommunalen Studieninstituten, Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien, Fachhochschulen, Polizei- und Finanzschulen oder bei privaten Bildungsträgern. Häufig stammen sie aus der Praxis ihres Fachs: Wer etwa allgemeines Verwaltungsrecht unterrichtet, hat meist selbst in einer Behörde gearbeitet oder ist Volljuristin beziehungsweise Volljurist. Zur Lehre gehören Vorlesungen, Seminare und Übungen, die Entwicklung von Unterrichtsmaterial, die Konzeption von Klausuren und Hausarbeiten sowie deren Korrektur. Hinzu kommen mündliche Prüfungen, die Betreuung von Abschlussarbeiten und die Mitarbeit an Lehrplänen und Modulbeschreibungen.

Arbeitsalltag

Der Tag teilt sich in Präsenzzeit im Unterrichtsraum und Arbeit am Schreibtisch. Unterrichtet wird überwiegend tagsüber an Werktagen, in der berufsbegleitenden Fortbildung auch am Abend oder an Samstagen. Viele Einrichtungen bieten inzwischen Online- und Hybridformate an, sodass Lehrveranstaltungen über Videokonferenz und Lernplattformen laufen. Die Vor- und Nachbereitung, Korrekturen und Gremienarbeit erledigen Dozentinnen und Dozenten teils im Büro, teils im Homeoffice. Belastend sind vor allem die Prüfungsphasen: Dann fallen in kurzer Zeit viele Klausuren an, die fristgerecht zu bewerten sind. Lehrveranstaltungen erfordern längeres Sprechen vor Gruppen von etwa 20 bis 60 Personen, oft im Stehen, und den Umgang mit Fragen und unterschiedlichem Vorwissen. Wer an mehreren Standorten unterrichtet, ist zeitweise unterwegs. Fachlich müssen Lehrende Gesetzesänderungen, Rechtsprechung oder neue Entwicklungen ihres Gebiets laufend verfolgen und in den Unterricht übernehmen.

Perspektiven

Der Bedarf an Lehrenden in der Ausbildung für den öffentlichen Dienst ist hoch, weil Behörden viele Nachwuchskräfte ausbilden und erfahrene Beschäftigte in den Ruhestand gehen. Auch die Weiterbildung in Verwaltung und Wirtschaft sucht Fachleute mit didaktischem Geschick. Mit Erfahrung sind Aufgaben wie Fachbereichsleitung, Studiengangskoordination oder Leitung eines Instituts möglich. Wer promoviert und wissenschaftlich publiziert, kann sich auf Professuren an Fachhochschulen bewerben. Neben der hauptamtlichen Tätigkeit gibt es viele nebenberufliche Lehraufträge, die oft als Einstieg dienen, aber für sich allein kein sicheres Einkommen bieten.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Tätigkeit ist überwiegend geistig und kommunikativ, körperlich schwere Arbeit fällt nicht an. Zu berücksichtigen sind langes Stehen oder Sprechen, der Weg zwischen Räumen und Standorten, intensive Bildschirmarbeit bei Vorbereitung und Korrektur sowie das Hören von Fragen aus dem Raum. Viele dieser Anforderungen lassen sich anpassen: Unterricht im Sitzen, höhenverstellbare Pulte, barrierefrei erreichbare Räume, Mikrofon- und Höranlagen, Vergrößerungssoftware oder Screenreader mit Braillezeile. Die Korrektur kann auf digitale Formate umgestellt werden, die mit Hilfsmitteln besser lesbar sind. Online-Lehre und Homeoffice-Anteile verringern Wegezeiten. Technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz finanziert das Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt, bei Einstieg oder Umschulung kommen die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung als Reha-Träger in Frage. Öffentliche Arbeitgeber, die einen großen Teil der Stellen anbieten, müssen schwerbehinderte Bewerbende nach § 165 SGB IX zum Vorstellungsgespräch einladen, sofern die fachliche Eignung nicht offensichtlich fehlt. Die Schwerbehindertenvertretung unterstützt bei der Gestaltung des Lehrdeputats und des Stundenplans.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.