Aktuelle Stellen: Leiter Soziale Arbeit

Was macht man in diesem Beruf?

Leitungskräfte in der Sozialen Arbeit stehen einem Team, einer Einrichtung oder einem Fachbereich vor, etwa der Wohnungslosenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe, der Eingliederungshilfe oder der Schuldnerberatung. Sie verbinden fachliche Arbeit mit Führungs- und Verwaltungsaufgaben. Dazu gehören die Einsatzplanung des Personals, Mitarbeitergespräche, Einstellungen, die Weiterentwicklung von Konzepten und die Sicherung der Qualität. Ein großer Teil der Arbeit betrifft die Finanzierung: Leistungsvereinbarungen mit Kostenträgern, Förderanträge, Budgetplanung und Berichte an Kommunen, Bezirke oder Landesbehörden. Je nach Größe der Einrichtung arbeiten Leitungskräfte zusätzlich selbst mit Klientinnen und Klienten, übernehmen schwierige Fälle oder springen bei Personalengpässen ein.

Arbeitsalltag

Der Alltag findet überwiegend im Büro statt, mit viel Bildschirmarbeit, Telefonaten und Besprechungen. Hinzu kommen Teamsitzungen, Fallbesprechungen, Supervision und Termine mit Ämtern, Kooperationspartnern und Gremien wie Arbeitskreisen oder Jugendhilfeausschüssen. In Einrichtungen mit Rund-um-die-Uhr-Betrieb, etwa Notunterkünften oder stationären Wohngruppen, gehören Rufbereitschaft und gelegentliche Abend- oder Wochenendtermine dazu. Die Arbeit verlangt, zwischen den Anliegen der Mitarbeitenden, der Klientel, des Trägers und der Geldgeber zu vermitteln. Krisen, Personalausfälle und knappe Budgets erzeugen Zeitdruck und emotionale Belastung. In der Wohnungslosenhilfe oder bei Krisendiensten kommen Kontakte zu Menschen in akuten Notlagen hinzu, mitunter auch konflikthafte Situationen. Wege zwischen mehreren Standorten sind möglich, ein Führerschein ist dann häufig gewünscht.

Perspektiven

Der Bedarf an Leitungskräften in der Sozialen Arbeit ist hoch, weil viele Träger Fachkräfte suchen und Leitungsstellen durch Ruhestand frei werden. Arbeitgeber sind freie Wohlfahrtsverbände, Kommunen, Landkreise und kirchliche Träger. Von der Team- oder Bereichsleitung führt der Weg zur Einrichtungs-, Abteilungs- oder Geschäftsbereichsleitung. Weiterbildungen in Sozialmanagement, Organisationsentwicklung oder ein Masterstudium etwa in Sozialer Arbeit oder Sozialmanagement verbessern die Chancen auf größere Verantwortung. Im öffentlichen Dienst sind auch Sachgebietsleitungen im Jugendamt oder Sozialamt möglich.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Tätigkeit ist körperlich meist wenig belastend, stellt aber Anforderungen an Kommunikation, Belastbarkeit und Konzentration. Viel Bildschirmarbeit, lange Besprechungen und häufiger Kontakt mit Menschen in Krisen prägen den Alltag. Wer schlecht hört, profitiert von Höranlagen in Besprechungsräumen, Mitschriften oder Gebärdensprachdolmetschern, die über das Inklusionsamt finanziert werden können. Bei Sehbeeinträchtigungen helfen Bildschirmlesegeräte, Vergrößerungssoftware und barrierefreie Dokumente. Wegen der Führungsrolle lassen sich Aufgaben oft gut verteilen, etwa durch Delegation von Außenterminen oder Rufbereitschaft. Feste Bürozeiten, Homeoffice-Anteile und ein ruhiger Arbeitsplatz erleichtern die Arbeit bei eingeschränkter Belastbarkeit. Öffentliche Arbeitgeber und große Wohlfahrtsverbände haben meist Schwerbehindertenvertretungen und Inklusionsvereinbarungen; öffentliche Arbeitgeber müssen schwerbehinderte Bewerbende grundsätzlich zum Vorstellungsgespräch einladen. Bei längerer Erkrankung greift das Betriebliche Eingliederungsmanagement.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.