Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband
Mitarbeiter (w/m/d) Kläranlage Schlammentwässerung
- Oldenburg
- 04.11.2026
- Vollzeit
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Beruf
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Fachkräfte für Abwassertechnik betreiben, überwachen und warten Kläranlagen, Pumpwerke und Kanalnetze. Sie sorgen dafür, dass Abwasser gereinigt und Klärschlamm ordnungsgemäß behandelt wird.
Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband
ENTEGA Abwasserreinigung GmbH & Co. KG
Fachkräfte für Abwassertechnik sind dafür zuständig, dass kommunales und industrielles Abwasser gesammelt, gereinigt und in Gewässer zurückgeführt werden kann. Sie steuern die mechanischen, biologischen und chemischen Reinigungsstufen einer Kläranlage, entnehmen Proben und untersuchen sie im Betriebslabor. Zu den Aufgaben gehört auch die Behandlung von Klärschlamm, etwa in Faultürmen und bei der Schlammentwässerung mit Zentrifugen oder Pressen. Im Kanalnetz kontrollieren sie Leitungen, Regenbecken und Pumpwerke, beseitigen Verstopfungen und dokumentieren Schäden. Messwerte und Betriebsdaten halten sie in Betriebstagebüchern und Prozessleitsystemen fest, weil die Einhaltung behördlicher Grenzwerte nachgewiesen werden muss.
Der Tag beginnt häufig in der Leitwarte mit dem Blick auf Störmeldungen und Messwerte. Danach folgen Rundgänge über die Anlage, Probenahmen, Laborarbeit sowie Wartung und kleinere Reparaturen an Pumpen, Gebläsen, Rechen und Armaturen. Gearbeitet wird überwiegend im Freien und in Betriebsgebäuden, bei jeder Witterung, mit Lärm und Geruchsbelastung. Schutzkleidung, Handschuhe und Gaswarngeräte gehören zur Ausrüstung, da Kontakt mit Keimen und Gefahrstoffen sowie Gase wie Schwefelwasserstoff ein Risiko darstellen. Arbeiten in Schächten und Kanälen erfordern Absturzsicherung und Teamarbeit. Große Anlagen laufen rund um die Uhr, daher sind Schichtdienst, Wochenenddienste und Rufbereitschaft verbreitet; bei Starkregen oder Störungen fallen auch kurzfristige Einsätze an. Für Fahrten zu Außenstellen und Pumpwerken ist oft ein Führerschein nötig.
Der Bedarf an Fachkräften ist stabil, weil Abwasserbetriebe Teil der Daseinsvorsorge sind und viele Beschäftigte in den nächsten Jahren in Rente gehen. Arbeitgeber sind vor allem Kommunen, Zweckverbände und kommunale Unternehmen, daneben Industriebetriebe mit eigener Abwasserbehandlung. Strengere Reinigungsanforderungen, etwa für Spurenstoffe, und die zunehmende Automatisierung erhöhen den Anteil an Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Mit Berufserfahrung ist die Weiterbildung zum Abwassermeister oder zum staatlich geprüften Techniker möglich, die zur Schichtleitung oder Betriebsleitung kleinerer Anlagen führen kann.
Der Beruf verbindet körperliche Arbeit mit Überwachungs- und Laboraufgaben. Belastend sind Heben und Tragen, Steigen auf Leitern und in Schächte, langes Gehen über weitläufige Anlagen, Arbeit bei Kälte und Nässe sowie das Tragen von Schutzausrüstung. Wichtig sind außerdem das Wahrnehmen von Warnsignalen, Feinmotorik bei Probenahmen und Bildschirmarbeit in der Leitwarte. Schicht- und Nachtarbeit sowie Rufbereitschaft kommen in vielen Betrieben hinzu. Je nach Einschränkung lassen sich Aufgaben so verteilen, dass der Schwerpunkt auf Leitwarte, Labor oder Dokumentation liegt, während schwere Montagearbeiten und Kanaleinstiege von Kolleginnen und Kollegen übernommen werden. Hebehilfen, optische und vibrierende Alarmgeber oder ergonomische Laborarbeitsplätze können über das Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert werden. Da viele Arbeitgeber öffentlich sind, gilt bei Bewerbungen die Pflicht zur Einladung zum Vorstellungsgespräch nach § 165 SGB IX, und Schwerbehindertenvertretungen sind dort meist fest etabliert.
Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.
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