Aktuelle Stellen: Entwicklungsingenieur

Was macht man in diesem Beruf?

Entwicklungsingenieure bringen eine technische Idee bis zum funktionsfähigen Produkt oder Prototyp. Sie leiten aus Anforderungen ein Konzept ab, berechnen und simulieren es, konstruieren Baugruppen am Rechner und prüfen die Ergebnisse an Mustern im Labor. Je nach Fachrichtung geht es um elektrooptische Systeme und Infrarotsensoren, um supraleitende Magnete für Beschleuniger, um Leistungselektronik, Antriebe, Fahrzeugkomponenten oder Medizintechnik. Neben der technischen Arbeit gehören Dokumentation, Normen, Zulassungsfragen und die Abstimmung mit Fertigung, Einkauf und Kunden dazu. In Forschungseinrichtungen ist die Grenze zur Physik fließend, dort arbeiten Ingenieure und Physiker oft an denselben Aufgaben.

Arbeitsalltag

Ein großer Teil der Arbeit findet am Bildschirm statt: Arbeit mit CAD-Programmen, Simulationswerkzeugen wie Finite-Elemente-Methoden oder optischen Designprogrammen, Auswertung von Messdaten und das Schreiben von Spezifikationen und Berichten. Hinzu kommen Laborphasen, in denen Prototypen aufgebaut, vermessen und verbessert werden, teils mit Feinarbeit an Optiken, Platinen oder Versuchsaufbauten. In der Großforschung kann das Arbeit an Kryoanlagen, in Testhallen oder an Beschleunigern bedeuten, mit Sicherheitsunterweisungen und Schutzausrüstung. Besprechungen im Projektteam, Abstimmungen mit Zulieferern und Termine bei Kunden oder Partnerinstituten nehmen regelmäßig Zeit ein. Gearbeitet wird meist in Gleitzeit zu üblichen Bürozeiten, Schichtdienst ist selten. Vor Meilensteinen, Abnahmen oder Messkampagnen entsteht jedoch Zeitdruck, und Dienstreisen zu Kunden, Tests oder Konferenzen kommen je nach Stelle mehrmals im Jahr vor.

Perspektiven

Ingenieure in der Entwicklung werden in Industrie und Forschung dauerhaft gesucht, besonders in Elektrotechnik, Optik, Sensorik und Energietechnik. Mit Erfahrung bieten sich Wege in die Projektleitung, die Leitung einer Entwicklungsabteilung, in Systemengineering, Qualitätsmanagement oder technischen Vertrieb. Eine Promotion ist in der Forschung und bei forschungsnahen Unternehmen oft erwünscht, in der Serienentwicklung aber keine Voraussetzung. In öffentlichen Forschungseinrichtungen sind Stellen häufig projektgebunden und befristet, Industriestellen sind öfter unbefristet, aber konjunkturabhängiger.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Der Beruf ist überwiegend geistige Arbeit am Bildschirm, was für viele Menschen mit Behinderung gute Voraussetzungen schafft. Lange Bildschirmzeiten verlangen gutes Sehen oder passende Hilfen wie Großbildschirme, Vergrößerungssoftware oder Screenreader, wobei manche Spezialsoftware nur eingeschränkt barrierefrei ist. Laborarbeit kann Stehen, Feinmotorik, das Heben von Bauteilen und das Bewegen in engen Versuchsaufbauten erfordern. Hier helfen höhenverstellbare Arbeitsplätze, Hebehilfen, eine Aufteilung der Laborarbeit im Team oder eine Schwerpunktsetzung auf Simulation und Auslegung. Für Besprechungen und Kundentermine können Hörsysteme, Übertragungsanlagen oder Videokonferenzen mit Untertiteln eingesetzt werden. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz, die Agentur für Arbeit kann bei der Einstellung einen Eingliederungszuschuss zahlen. Öffentliche Forschungseinrichtungen laden schwerbehinderte Bewerber mit passender Qualifikation in der Regel zum Vorstellungsgespräch ein.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.