Aktuelle Stellen: Elektroingenieur

Was macht man in diesem Beruf?

Elektroingenieure sorgen dafür, dass elektrische Energie, Signale und Daten zuverlässig und sicher dorthin gelangen, wo sie gebraucht werden. Je nach Fachrichtung entwerfen sie Schaltungen und Steuerungen, legen Umspannwerke, Mittel- und Niederspannungsanlagen aus, planen die Elektro- und Kommunikationstechnik von Gebäuden oder entwickeln Elektronik für Fahrzeuge, Medizingeräte und Luftfahrtsysteme. Dazu gehören Berechnungen, Simulationen, technische Zeichnungen, Prüfungen nach Normen wie VDE und DIN sowie die Dokumentation für Zulassung und Produktsicherheit. In Projekten koordinieren sie Kosten, Termine und Fachfirmen. Im öffentlichen Dienst, etwa in Bauverwaltungen, vertreten sie als Bauherrenvertreter die technischen Belange, prüfen Planungen externer Büros und überwachen Ausschreibung und Abnahme.

Arbeitsalltag

Der größte Teil der Arbeit findet am Bildschirm statt: Planung mit CAD- und Berechnungsprogrammen wie EPLAN oder Dialux, Schaltungsentwurf, Programmierung von Steuerungen, Erstellen von Leistungsverzeichnissen und Berichten. Hinzu kommen Besprechungen mit Kunden, Architekten, Fachplanern und Behörden, oft auch per Videokonferenz. Je nach Stelle gehören Termine auf Baustellen, in Umspannwerken, Produktionshallen oder Prüflaboren dazu, bei der Inbetriebnahme auch über mehrere Tage und mit Reisen. Dort wird gestanden, gegangen und mitunter auf Gerüste oder in Schaltanlagen gestiegen, mit Schutzausrüstung und unter Beachtung der Sicherheitsregeln für elektrische Anlagen. Die Arbeitszeit liegt meist in Gleitzeit am Tag, Homeoffice ist in Planung und Entwicklung verbreitet. Termindruck entsteht vor Abgaben, Abnahmen und Inbetriebnahmen. Bei Netzbetreibern und in der Instandhaltung kann Rufbereitschaft hinzukommen. Englisch ist in international tätigen Unternehmen Arbeitssprache.

Perspektiven

Die Nachfrage nach Elektroingenieuren ist seit Jahren hoch. Energiewende, Netzausbau, Elektromobilität, Digitalisierung und Gebäudeautomation sorgen für Bedarf bei Netzbetreibern, Herstellern, Ingenieurbüros und Behörden. Mit Erfahrung sind Wege in die Projektleitung, Teamleitung, als Sachverständige, in die Normungs- und Zulassungsarbeit oder in den technischen Vertrieb möglich. Im öffentlichen Dienst führt ein Masterabschluss in den höheren technischen Dienst. Weiterbildungen etwa zur verantwortlichen Elektrofachkraft, in Projektmanagement oder funktionaler Sicherheit erweitern die Einsatzmöglichkeiten.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Der Beruf bietet viele Tätigkeiten, die überwiegend am Schreibtisch stattfinden. Planung, Berechnung, Simulation, Normenprüfung und Dokumentation lassen sich mit angepasster Bildschirmarbeit gut ausüben, etwa mit großen Monitoren, Vergrößerungssoftware, Screenreadern, Spracheingabe oder höhenverstellbaren Tischen. Hohe Anforderungen an das Sehen ergeben sich beim Lesen detaillierter Schaltpläne und beim Unterscheiden von Farben, etwa bei Aderkennzeichnungen; hier helfen Software-Hilfen und klare Absprachen im Team. Baustellen- und Anlagenbesuche verlangen Gehen, Steigen und teils einen Führerschein; diese Anteile lassen sich je nach Stelle reduzieren oder an Kolleginnen und Kollegen abgeben. Für Besprechungen bei eingeschränktem Hören eignen sich Untertitel in Videokonferenzen, Schriftdolmetschen und induktive Höranlagen. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz, die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung übernehmen Leistungen zur Teilhabe. Öffentliche Arbeitgeber, die viele Ingenieurstellen ausschreiben, müssen schwerbehinderte Bewerbende mit passender Qualifikation zum Vorstellungsgespräch einladen.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.