Aktuelle Stellen: Verwaltungsleiter

Was macht man in diesem Beruf?

Verwaltungsleiter sorgen dafür, dass eine Einrichtung wirtschaftlich und rechtlich sicher arbeitet, damit sich andere auf ihre Kernaufgabe konzentrieren können: Ärzte und Pflegekräfte auf die Behandlung, Lehrkräfte auf den Unterricht, Fachabteilungen auf ihre Vorgänge. Zu ihrem Bereich gehören Haushalts- und Wirtschaftsplanung, Controlling, Personalverwaltung, Einkauf, Vertragswesen, IT-Organisation sowie Gebäude und Liegenschaften. In Kliniken kommen Leistungsabrechnung, Budgetverhandlungen mit Kostenträgern und das Medizincontrolling hinzu. Je nach Größe der Einrichtung leiten sie ein kleines Team oder mehrere Abteilungen mit eigenen Leitungskräften und berichten an Geschäftsführung, Vorstand, Träger oder Behördenleitung. Häufig gibt es eine stellvertretende Verwaltungs- oder kaufmännische Leitung, die Teilbereiche eigenständig verantwortet.

Arbeitsalltag

Der Tag besteht zu großen Teilen aus Besprechungen, Abstimmungen und Bildschirmarbeit. Verwaltungsleiter prüfen Monatsberichte und Kennzahlen, bereiten Entscheidungsvorlagen vor, verhandeln mit Lieferanten, Dienstleistern oder Kostenträgern und begleiten Ausschreibungen. Personalthemen wie Stellenplanung, Dienstvereinbarungen mit dem Personal- oder Betriebsrat und Konfliktgespräche nehmen viel Zeit ein. Die Arbeitszeit liegt meist im Tagdienst von Montag bis Freitag, geht aber in Phasen wie Jahresabschluss, Haushaltsaufstellung, Prüfungen oder Umstrukturierungen deutlich über die Regelarbeitszeit hinaus. Abendtermine mit Gremien und gelegentliche Fahrten zu Trägern, Außenstellen oder Verbänden kommen vor. Die Verantwortung für Budget und Personal bringt Entscheidungsdruck und eine hohe Erreichbarkeit mit sich. Körperlich ist die Tätigkeit wenig belastend.

Perspektiven

Verwaltungsleitungen werden im Gesundheitswesen, in der Pflege, im Bildungs- und Hochschulbereich, bei Kommunen und bei Wohlfahrtsverbänden dauerhaft gebraucht. Kostendruck, Digitalisierung der Verwaltung und gesetzliche Änderungen etwa in der Krankenhausfinanzierung erhöhen den Bedarf an Fachleuten mit betriebswirtschaftlichem und rechtlichem Wissen. Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in die kaufmännische Direktion, die Geschäftsführung einer Einrichtung oder in Leitungsfunktionen beim Träger. Wechsel zwischen Branchen sind möglich, setzen aber Einarbeitung in das jeweilige Finanzierungs- und Rechtssystem voraus.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Tätigkeit verlangt vor allem Konzentration, Überblick, sichere Kommunikation und lange Bildschirmarbeit. Schweres Heben oder langes Stehen gehören nicht dazu; Wege im Haus, Begehungen von Gebäuden und Dienstreisen lassen sich meist planen oder delegieren. Belastend können lange Sitzungen, viele Gespräche hintereinander und Zeitdruck zu Stichtagen sein. Bei Seh- oder Hörbeeinträchtigungen helfen Großbildschirme, Vergrößerungs- und Screenreader-Software, barrierefreie Dokumente, Höranlagen in Besprechungsräumen oder Gebärdensprach- und Schriftdolmetschen. Für die Finanzierung technischer Arbeitshilfen und einer Arbeitsassistenz ist das Integrations- bzw. Inklusionsamt zuständig. Da es sich um eine Führungsrolle handelt, lassen sich Termine, Aufgabenverteilung und Arbeitsorganisation oft selbst gestalten, was bei schwankender Belastbarkeit hilft. Öffentliche Arbeitgeber und kirchliche oder freigemeinnützige Träger haben häufig Inklusionsvereinbarungen und eine aktive Schwerbehindertenvertretung.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.