Aktuelle Stellen: Schweißer

Was macht man in diesem Beruf?

Schweißer fügen Bauteile aus Stahl, Edelstahl, Aluminium oder anderen Metallen dauerhaft zusammen. Je nach Werkstoff und Anforderung setzen sie unterschiedliche Verfahren ein: Metall-Aktivgas- und Metall-Inertgasschweißen (MAG, MIG) in der Serienfertigung, Wolfram-Inertgasschweißen (WIG) für dünnwandige Rohre und saubere Nähte, Lichtbogenhandschweißen (E-Hand) auf Baustellen. Sie lesen technische Zeichnungen und Schweißanweisungen, bereiten Nahtstellen vor, heften Teile, schweißen und prüfen die fertige Naht. Typische Produkte sind Stahlkonstruktionen, Rohrleitungen in Anlagen und Kraftwerken, Behälter, Fahrzeugrahmen und Komponenten für Schienenfahrzeuge. In der Instandhaltung reparieren sie beschädigte Teile, etwa an Waggons, Gleisbauteilen oder Maschinen.

Arbeitsalltag

Gearbeitet wird in Fertigungshallen, Werkstätten, auf Montage oder direkt an der Baustelle. Vor dem Schweißen werden Kanten geschliffen, Teile ausgerichtet und eingespannt, Geräte eingestellt und Schutzgas angeschlossen. Während des Schweißens tragen Schweißer Schutzhelm mit Sichtfilter, Handschuhe und schwer entflammbare Kleidung. Die Arbeit verlangt eine ruhige Hand, gutes Sehen und Konzentration über längere Zeit. Viele Nähte entstehen in Zwangslagen, also über Kopf, senkrecht oder in engen Räumen. Hitze, Lärm, Funkenflug und Schweißrauch gehören zum Alltag, auch wenn Absauganlagen und Atemschutz die Belastung verringern. Bauteile müssen gehoben und bewegt werden, häufig mit Kran oder Hebezeug. In der Industrie ist Schichtarbeit verbreitet, im Rohrleitungsbau und bei Montagefirmen kommen Einsätze fern vom Wohnort und Wochen auf wechselnden Baustellen hinzu. Nach dem Schweißen folgen Sichtprüfung, Nacharbeit und Dokumentation, bei sicherheitsrelevanten Bauteilen auch Prüfungen durch Röntgen oder Ultraschall.

Perspektiven

Qualifizierte Schweißer werden in Metallbau, Anlagenbau, Schienenfahrzeugbau und Energiewirtschaft gesucht, besonders mit Prüfungen für WIG und Rohrschweißen. Weitere Schweißprüfungen für Werkstoffe, Verfahren und Positionen erhöhen die Einsatzmöglichkeiten und das Gehalt. Mit Erfahrung ist der Schritt zur Schweißfachkraft oder zum Schweißfachmann möglich, der Schweißarbeiten beaufsichtigt und Verfahren freigibt. Andere Wege führen zum Industriemeister Metall, zum Techniker oder in die Werkstoffprüfung. Die Automatisierung verlagert Aufgaben hin zum Einrichten und Programmieren von Schweißrobotern.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Der Beruf stellt körperliche Anforderungen: längeres Stehen oder Knien, Arbeit in Zwangshaltungen, Heben von Bauteilen, das Tragen der Schutzausrüstung und eine sichere Feinmotorik der Hände. Gutes Sehen ist nötig, um Schmelzbad und Naht zu beurteilen. In lauten Hallen sind akustische Warnsignale schwer wahrnehmbar. Viele dieser Anforderungen lassen sich durch Technik verringern. Schweißdrehtische und Positionierer bringen Werkstücke in eine bequeme Lage, höhenverstellbare Arbeitstische und Sitzarbeitsplätze entlasten Rücken und Beine, Hebehilfen ersetzen das Tragen. Gebläseunterstützter Atemschutz erleichtert das Atmen unter dem Helm, optische Warnsignale ergänzen akustische. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt kann solche technischen Arbeitshilfen fördern, die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung unterstützen Umschulungen und Qualifizierungen. In der stationären Fertigung mit festen Arbeitsplätzen sind Anpassungen meist leichter umzusetzen als auf wechselnden Baustellen. Bei Schicht- und Montagearbeit lohnt die frühe Abstimmung mit der Schwerbehindertenvertretung.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.