Aktuelle Stellen: Sachbearbeiter Liegenschaften

Was macht man in diesem Beruf?

Sachbearbeiter Liegenschaften kümmern sich um den Grundbesitz einer Organisation. Dazu gehören bebaute und unbebaute Grundstücke, Dienstgebäude, angemietete Büros, landwirtschaftliche Flächen oder Übungsgelände. Sie bereiten den Ankauf, Verkauf und die Anmietung von Objekten vor, verhandeln Verträge und begleiten sie bis zur Eintragung im Grundbuch. Bei Energie- und Wasserversorgern sowie Netzbetreibern liegt ein Schwerpunkt auf Leitungsrechten: Für Strom-, Gas- oder Glasfaserleitungen müssen Dienstbarkeiten mit Eigentümern vereinbart, Entschädigungen berechnet und Gestattungsverträge abgeschlossen werden. In Kommunen und Landesbehörden kommen Erbbaurechte, Vorkaufsrechte und die Bereitstellung von Flächen für öffentliche Vorhaben hinzu.

Arbeitsalltag

Der größte Teil der Arbeit findet im Büro am Bildschirm statt. Typisch sind die Prüfung von Grundbuchauszügen und Katasterunterlagen, die Arbeit mit Liegenschaftsverwaltungs- und Geoinformationssystemen, das Aufsetzen und Überwachen von Verträgen sowie die Abrechnung von Mieten, Pachten und Nebenkosten. Viel Zeit geht in Schriftverkehr und Telefonate mit Eigentümern, Mietern, Notariaten, Grundbuchämtern, Gutachtern und Fachabteilungen. Je nach Stelle kommen Ortstermine hinzu: Besichtigungen von Objekten, Übergaben, Kontrollen der Verkehrssicherheit oder die Betreuung von Geländen, auf denen Pflege, Zäune oder Wege geprüft werden. Dafür ist oft ein Führerschein nötig, und Termine können auf unebenem Gelände oder bei jedem Wetter stattfinden. Die Arbeitszeit ist meist geregelt und tagsüber, häufig in Gleitzeit; Schichtdienst gibt es nicht. Zeitdruck entsteht vor allem bei Fristen, etwa bei Vertragsverlängerungen, Kündigungen oder Bauvorhaben mit festem Zeitplan. Verhandlungen mit Eigentümern verlangen Geduld und können konfliktreich sein.

Perspektiven

Der Bedarf ist stabil. Behörden, Kommunen und die Bundeswehrverwaltung verwalten große Flächenbestände, und der Ausbau von Stromnetzen, Glasfaser und erneuerbaren Energien erhöht die Nachfrage nach Fachkräften für Leitungs- und Wegerechte. Mit Erfahrung ist der Wechsel in eine Teamleitung, in die Bewertung von Grundstücken oder in das Projektmanagement bei Großvorhaben möglich. Im öffentlichen Dienst eröffnet der Verwaltungslehrgang II oder ein Studium den Aufstieg in höhere Entgeltgruppen.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Tätigkeit ist überwiegend Bildschirm- und Schreibtischarbeit und lässt sich gut an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen. Wichtig sind konzentriertes Lesen langer Vertrags- und Grundbuchtexte, Telefonate und Gespräche mit Eigentümern sowie die Arbeit mit Plänen und Karten. Hilfreich sind ergonomische Arbeitsplätze, große Monitore, Vergrößerungssoftware, Sprachausgabe oder Hörverstärker für Telefon und Besprechungen. Kartenbasierte Systeme sind nicht immer vollständig barrierefrei; hier lohnt eine frühe Abstimmung mit der IT. Ortstermine und Geländebegehungen stellen Anforderungen an Gehen, Stehen und Fahren; sie lassen sich oft im Team aufteilen oder auf Kolleginnen und Kollegen übertragen. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz, die Agentur für Arbeit kann einen Eingliederungszuschuss zahlen. Öffentliche Arbeitgeber müssen schwerbehinderte Bewerber nach § 165 SGB IX zum Vorstellungsgespräch einladen, sofern die fachliche Eignung nicht offensichtlich fehlt.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.