Aktuelle Stellen: Praxisanleiter

Was macht man in diesem Beruf?

Praxisanleiter sorgen dafür, dass Auszubildende in der generalistischen Pflegeausbildung, Studierende der Pflege und neue Mitarbeitende im Betrieb lernen, was sie später können müssen. Nach dem Pflegeberufegesetz muss ein festgelegter Anteil der praktischen Ausbildung geplant angeleitet werden. Diese Anleitung übernehmen Praxisanleiter: Sie führen Lernsituationen am Patientenbett oder beim Bewohner durch, zeigen Pflegehandlungen, lassen sie unter Aufsicht ausführen und besprechen sie nach. Sie führen Erst-, Zwischen- und Abschlussgespräche, schreiben Beurteilungen und wirken an den praktischen Prüfungen mit. Dabei arbeiten sie eng mit der Pflegeschule, der Stationsleitung und den Teams zusammen.

Arbeitsalltag

Der Alltag hängt stark davon ab, wie die Stelle zugeschnitten ist. Wer als Pflegefachkraft mit Praxisanleitung auf einer Station arbeitet, pflegt im regulären Dienst und übernimmt geplante Anleitungen zusätzlich. Das bedeutet Schichtdienst mit Früh-, Spät- und oft Nachtdiensten, Wochenend- und Feiertagsarbeit sowie die körperlichen Anforderungen der Pflege wie Heben, Lagern und langes Stehen. Häufig konkurriert die Anleitung mit Personalengpässen, dann entsteht Zeitdruck. Bei zentraler Praxisanleitung oder Freistellung ist die Person ganz oder teilweise vom Stationsdienst befreit. Sie betreut Auszubildende mehrerer Bereiche, plant Einsätze, organisiert Praxistage und Skills-Trainings und dokumentiert Ausbildungsnachweise. Die Arbeitszeiten liegen dann überwiegend tagsüber, die Anleitung findet aber weiter am Patienten statt, also mit Bewegung zwischen Stationen und Pflegetätigkeit. Ein Teil der Arbeit ist Bildschirmarbeit: Dokumentation, Dienstplanabstimmung, Beurteilungsbögen.

Perspektiven

Durch die Pflegeausbildungsreform und den Fachkräftebedarf suchen Kliniken, Pflegeheime und ambulante Dienste laufend Praxisanleiter. Viele Häuser richten zentrale Praxisanleitungen ein, teils mit Koordinationsaufgaben für ein ganzes Team von Anleitenden. Mögliche nächste Schritte sind die Leitung der Praxisanleitung, die Ausbildungskoordination, ein Studium der Pflegepädagogik mit dem Ziel Lehrkraft an einer Pflegeschule oder Aufgaben in der Einarbeitung und innerbetrieblichen Fortbildung. Die Praxisanleitung erfordert jährlich eine berufspädagogische Fortbildung, um die Qualifikation zu erhalten.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Anforderungen unterscheiden sich deutlich zwischen Stationsdienst mit Anleitung und freigestellter Praxisanleitung. Im Stationsdienst zählen körperliche Belastbarkeit, Schichtarbeit und Nachtdienste. In der zentralen Praxisanleitung stehen Kommunikation, Planung, Gesprächsführung und Dokumentation im Vordergrund, körperliche Pflege fällt weiterhin an, lässt sich aber eher dosieren, weil die Auszubildenden die Handlungen selbst ausführen sollen. Gutes Sehen und Hören helfen bei der Beobachtung von Patienten und Lernenden; Hörhilfen mit Funkübertragung, Vergrößerungssoftware oder ein angepasster Bildschirmarbeitsplatz können ausgleichen. Für Hebe- und Lagerungsarbeiten sind Lifter, Gleitmatten und elektrisch verstellbare Betten in vielen Häusern vorhanden. Technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz finanziert das Integrations- bzw. Inklusionsamt, die Agentur für Arbeit kann einen Eingliederungszuschuss zahlen, und bei einem gesundheitsbedingten Wechsel aus der direkten Pflege kommt die Rentenversicherung als Reha-Träger für die Weiterbildung in Frage. Schwerbehinderte Beschäftigte können sich nach § 207 SGB IX von Mehrarbeit freistellen lassen und haben Anspruch auf Zusatzurlaub nach § 208 SGB IX.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.