Aktuelle Stellen: Pflegepädagoge

Was macht man in diesem Beruf?

Pflegepädagogen bilden Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner nach dem Pflegeberufegesetz aus. Sie unterrichten Themen wie Pflegeprozess, Anatomie, Hygiene, Pflege bei bestimmten Krankheitsbildern, Kommunikation und Recht. Im Skills Lab üben sie mit Auszubildenden praktische Tätigkeiten wie Injektionen, Verbandswechsel oder Mobilisation an Simulationspuppen und in nachgestellten Pflegesituationen. Dazu kommen die Planung von Unterrichtseinheiten nach dem schulinternen Curriculum, das Erstellen und Bewerten von Klausuren sowie die Mitwirkung an Zwischen- und Abschlussprüfungen. Ein wachsendes Feld sind Anpassungslehrgänge und Kenntnisprüfungen für Pflegekräfte aus dem Ausland, bei denen neben Fachwissen auch deutsche Fachsprache und Arbeitsweisen vermittelt werden.

Arbeitsalltag

Der Arbeitstag folgt meist einem Stundenplan mit Unterrichtsblöcken am Vormittag und frühen Nachmittag. Zwischen den Stunden werden Materialien vorbereitet, digitale Lernplattformen gepflegt und Leistungsnachweise korrigiert. Ein Teil der Arbeit findet außerhalb der Schule statt: Praxisbegleitungen in Kliniken, Pflegeheimen und ambulanten Diensten, bei denen Lehrende Auszubildende bei der Arbeit am Patienten beobachten und mit Praxisanleitern sprechen. Dafür sind Fahrten zu verschiedenen Einrichtungen üblich. Konferenzen, Elterngespräche bei minderjährigen Auszubildenden, Konfliktgespräche und Abstimmungen mit Kooperationspartnern gehören ebenso dazu. Schicht- und Nachtdienst gibt es in der Regel nicht, in Prüfungsphasen und zum Kursbeginn entsteht jedoch spürbarer Zeitdruck. Im Unterricht wird viel gesprochen und gestanden, im Skills Lab kommen körperliche Demonstrationen etwa beim Lagern hinzu.

Perspektiven

Durch die generalistische Pflegeausbildung, die Akademisierung der Pflege und den Fachkräftebedarf ist die Nachfrage nach qualifizierten Lehrenden hoch, viele Pflegeschulen suchen dauerhaft Personal. Mit Erfahrung sind Aufgaben als Kursleitung, Fachbereichsleitung oder Schulleitung möglich. Weitere Wege führen in die Weiterbildung von Praxisanleitern, in die Fort- und Weiterbildungsabteilungen von Kliniken, in die Qualifizierung internationaler Pflegekräfte oder mit Promotion an Hochschulen in Lehre und Forschung. Auch die Entwicklung digitaler Lernangebote und Simulationstrainings bietet Spezialisierungsmöglichkeiten.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Der Beruf verbindet Bildschirmarbeit, Unterricht vor Gruppen und Praxisbegleitungen. Wichtig sind eine belastbare Stimme, Hören und Verstehen in Gruppensituationen, längeres Stehen oder Sitzen sowie die Fähigkeit, mit Prüfungsdruck umzugehen. Im Skills Lab kommen Feinmotorik und gelegentlich Heben oder Lagern bei Demonstrationen hinzu, die Praxisbegleitungen verlangen Mobilität und oft einen Führerschein. Viele dieser Anforderungen lassen sich anpassen: Höhenverstellbare Pulte, Sitz-Steh-Arbeitsplätze, Mikrofon- und Funkanlagen, Vergrößerungssoftware oder Screenreader für die Unterrichtsvorbereitung sind übliche Lösungen. Praktische Demonstrationen können mit Kollegen geteilt oder von Simulationspersonen übernommen werden, Praxisbesuche lassen sich bündeln oder teilweise digital durchführen. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz, die Agentur für Arbeit und die Rentenversicherung unterstützen beim Wechsel aus der direkten Pflege in die Lehre. Für Pflegefachpersonen, die körperliche Arbeit am Bett nicht mehr leisten können, ist die Pflegepädagogik ein naheliegender Weg, die eigene Fachkenntnis weiter zu nutzen.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.