Aktuelle Stellen: Medizintechniker

Was macht man in diesem Beruf?

Medizintechniker sorgen dafür, dass medizinische Geräte sicher und zuverlässig funktionieren. Dazu gehören Infusionspumpen, Beatmungsgeräte, Patientenmonitore, Defibrillatoren, Ultraschall- und Röntgenanlagen sowie Laborgeräte. Sie nehmen Geräte in Betrieb, führen die gesetzlich vorgeschriebenen sicherheitstechnischen und messtechnischen Kontrollen durch, beheben Störungen und dokumentieren jeden Eingriff. Grundlage sind das Medizinprodukterecht und die Medizinprodukte-Betreiberverordnung. Ein zunehmender Teil der Arbeit liegt an der Schnittstelle zur Informationstechnik: Bildgebende Geräte senden ihre Daten im DICOM-Standard an Bildarchive (PACS), Befunde laufen über HL7-Schnittstellen ins Krankenhausinformationssystem. IT-Medizintechniker richten diese Verbindungen ein, pflegen Arbeitsstationen der Radiologie und achten auf die IT-Sicherheit vernetzter Medizinprodukte.

Arbeitsalltag

In einer Krankenhausabteilung für Medizintechnik beginnt der Tag meist mit Störungsmeldungen aus den Stationen. Ein Teil der Arbeit findet in der Werkstatt statt, wo Geräte geprüft und repariert werden, ein anderer direkt auf Station, im OP, auf der Intensivstation oder in der Radiologie. Dort wird oft unter Zeitdruck gearbeitet, weil ein Gerät für die Patientenversorgung gebraucht wird. Hinzu kommen Wartungspläne, die Pflege der Gerätedatenbank, Gespräche mit Herstellern und Einweisungen des Pflege- und Ärztepersonals. Viele Kliniken haben eine Rufbereitschaft für Nächte und Wochenenden. Bei Herstellern und Servicefirmen arbeiten Medizintechniker häufig im Außendienst: Sie fahren zu Kunden in einem festen Gebiet, oft mit Firmenwagen und gelegentlichen Übernachtungen. IT-nahe Stellen bestehen überwiegend aus Bildschirmarbeit, Fernwartung und Abstimmung mit der Klinik-IT. Körperlich verlangt der Beruf Stehen, Knien und das Bewegen von Geräten, dazu Feinmotorik bei Platinen und Steckverbindungen.

Perspektiven

Die Nachfrage ist stabil, weil jedes Krankenhaus und viele Praxen gesetzlich geprüfte Geräte betreiben und die Digitalisierung im Gesundheitswesen zusätzliche Aufgaben schafft. Weiterbilden kann man sich zum staatlich geprüften Techniker, zur Fachkraft für bestimmte Gerätegruppen wie Dialyse oder Bildgebung, zum Medizinprodukteberater oder in Richtung IT-Sicherheit und PACS-Administration. Mit Erfahrung sind die Leitung einer Medizintechnikabteilung, Aufgaben im Qualitäts- und Risikomanagement oder ein Studium der Medizintechnik möglich.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die Anforderungen unterscheiden sich stark nach Stelle. Werkstatt- und Stationsarbeit verlangt Gehen über weite Klinikflure, gelegentliches Heben schwerer Geräte, Arbeiten in gebückter Haltung sowie gutes Sehen und Feinmotorik. Außendienststellen setzen meist einen Führerschein und Reisebereitschaft voraus. Rufbereitschaft und Einsätze unter Zeitdruck können belastend sein. Stellen mit Schwerpunkt IT, Dokumentation, Prüfplanung oder Fernwartung sind dagegen überwiegend Bildschirmarbeit mit planbaren Zeiten. Viele Hürden lassen sich durch Anpassungen lösen: höhenverstellbare Werkbänke, Hebe- und Transporthilfen, Lupenleuchten, Vergrößerungssoftware, Screenreader oder eine angepasste Aufgabenverteilung im Team. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz, die Agentur für Arbeit kann Eingliederungszuschüsse zahlen. Kliniken im öffentlichen Dienst müssen schwerbehinderte Bewerber zum Vorstellungsgespräch einladen, sofern die fachliche Eignung nicht offensichtlich fehlt.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.