Aktuelle Stellen: Lagerist

Was macht man in diesem Beruf?

Lageristen sorgen dafür, dass Waren und Material zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Sie nehmen Lieferungen an, vergleichen sie mit Lieferschein und Bestellung, prüfen sie auf Schäden und buchen sie im Lagerverwaltungssystem ein. Danach lagern sie die Ware nach festgelegten Regeln ein, etwa nach Umschlaghäufigkeit, Haltbarkeit oder Gefahrstoffklasse. Auf Anforderung kommissionieren sie Aufträge, verpacken die Ware, kennzeichnen Sendungen und bereiten sie für den Versand vor. Zum Beruf gehören auch Inventuren, Bestandskontrollen, die Pflege des Lagerplatzes und die Rücknahme von Retouren.

Arbeitsalltag

Der Tag beginnt oft mit der Anlieferung: Lkw werden entladen, Paletten mit dem Hubwagen oder Gabelstapler bewegt und eingelagert. Gearbeitet wird mit Handscannern, Etikettendruckern und Lagersoftware, in größeren Lagern auch mit Pick-by-Voice- oder Pick-by-Light-Systemen. Ein großer Teil der Arbeit findet im Stehen und Gehen statt, dazu kommen Heben, Tragen, Bücken und Arbeiten über Kopf. In Kühl- und Tiefkühllagern oder ungeheizten Hallen ist es kalt, an Laderampen zugig. Viele Betriebe, besonders im Versandhandel und bei Logistikdienstleistern, arbeiten im Zwei- oder Dreischichtbetrieb, teils auch samstags. Kommissionierleistungen werden häufig gemessen, sodass zu Stoßzeiten und vor Feiertagen Zeitdruck entsteht. Sorgfalt ist wichtig, weil Fehlbuchungen und Falschlieferungen Folgekosten verursachen. Der Umgang mit Kolleginnen, Fahrern und anderen Abteilungen gehört zum Alltag, direkter Kundenkontakt ist eher selten.

Perspektiven

Lagerkräfte werden in Handel, Industrie und Logistik fortlaufend gesucht, der Onlinehandel hat die Nachfrage zusätzlich erhöht. Wer als angelernte Kraft beginnt, kann über eine Externenprüfung den Abschluss als Fachlagerist oder Fachkraft für Lagerlogistik nachholen. Mit Berufserfahrung sind Aufgaben als Vorarbeiter, Schichtleiter oder in der Disposition möglich. Weiterbildungen führen zum Geprüften Logistikmeister oder zum Fachwirt für Güterverkehr und Logistik. Zusatzqualifikationen wie Staplerschein, Gefahrgutschulung oder Kenntnisse in Lagersoftware verbessern die Chancen. Die Automatisierung verändert den Beruf: Einfache Transportaufgaben übernehmen zunehmend Fördertechnik und fahrerlose Systeme, während Überwachung, Bestandssteuerung und Fehlerklärung wichtiger werden.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Die körperlichen Anforderungen sind in vielen Lagern hoch: Heben und Tragen, langes Stehen und Gehen, Arbeiten in Kälte sowie Schichtarbeit. Wie stark das ins Gewicht fällt, hängt stark vom Betrieb und vom Arbeitsplatz ab. Kleinteilelager, Ersatzteillager in der Industrie, Materialausgaben in Behörden oder Krankenhäusern und Arbeitsplätze in der Wareneingangsbuchung sind oft weniger belastend als Paketsortierung oder Großlager mit Akkordvorgaben. Hilfsmittel wie Hebehilfen, Vakuumheber, höhenverstellbare Packtische, Elektro-Hubwagen, Stehhilfen und Anti-Ermüdungsmatten können die Belastung deutlich senken. Für Menschen mit Seh- oder Hörbehinderung kommen große Displays, Vergrößerungssoftware oder optische und vibrierende Signale an Scannern und Fahrzeugen in Frage. Technische Arbeitshilfen und begleitende Hilfe fördert das Integrations- bzw. Inklusionsamt, Leistungen zur Teilhabe und Eingliederungszuschüsse die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung als Reha-Träger. Wer Mehrarbeit nicht leisten kann, kann nach § 207 SGB IX davon freigestellt werden. Nach längerer Krankheit bietet das Betriebliche Eingliederungsmanagement einen Rahmen, um Aufgaben oder Arbeitszeiten anzupassen.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.