Aktuelle Stellen: Kranführer

Was macht man in diesem Beruf?

Kranführer heben, bewegen und setzen Lasten ab, die sich von Hand oder mit dem Stapler nicht mehr bewegen lassen: Stahlcoils, Träger, Betonteile, Maschinen, Container oder gebündelte Ware. Im Bereich Lager und Logistik arbeiten sie meist mit Brücken- oder Portalkranen in Hallen und auf Freilagern, in Häfen mit Container- oder Verladebrücken. Sie steuern den Kran aus einer Kabine, über einen Hängetaster oder per Funkfernsteuerung vom Boden aus. Vor Arbeitsbeginn prüfen sie Kran, Seile, Haken und Anschlagmittel auf Schäden. Häufig schlagen sie die Lasten selbst an oder arbeiten mit einem Anschläger zusammen, der per Handzeichen oder Funk einweist. In Stellen mit Ladeaufsicht kommen das Verladen auf Lkw und Waggons, die Kontrolle der Ladungssicherung und die Prüfung der Frachtpapiere hinzu.

Arbeitsalltag

Der Tag beginnt mit der Übergabe der Schicht und der Sichtkontrolle der Anlage. Danach arbeiten Kranführer Aufträge ab, die meist über ein Lagerverwaltungssystem oder einen Ladeplan vorgegeben sind: Ware einlagern, für die Produktion bereitstellen, Lkw beladen, Bestände umsetzen. Jede Bewegung verlangt Konzentration, denn unter schwebenden Lasten dürfen sich keine Personen aufhalten und Pendelbewegungen müssen vermieden werden. Wer aus der Kabine steuert, sitzt lange in gleicher Haltung und blickt oft nach unten; wer per Funk steuert, geht viel über das Hallengelände und steht über weite Strecken. Beim Anschlagen und bei der Ladeaufsicht wird gebückt, gehoben und auf Ladeflächen gestiegen. In Stahlwerken, Häfen und großen Logistikzentren ist Schichtarbeit mit Nacht- und Wochenendschichten üblich, im Freien kommt Witterung hinzu. Wenn Lkw warten oder die Produktion Material braucht, entsteht Zeitdruck. Lärm, Staub und in Werken auch Hitze gehören an manchen Arbeitsplätzen dazu. Mengen, Schäden und Verladungen werden am Terminal oder Handscanner dokumentiert.

Perspektiven

Kranführer werden in Industrie, Handel, Häfen und Bau dauerhaft gebraucht, weil viele Lieferketten auf schweres Material angewiesen sind. Wer mehrere Kranarten bedienen darf und zusätzlich Stapler- oder Ladungssicherungsnachweise besitzt, ist flexibler einsetzbar. Aufstiegsmöglichkeiten bestehen zur Schichtleitung, zum Vorarbeiter im Versand oder Lager, zur Ladeaufsicht oder über eine Weiterbildung zum Fachlageristen, zur Fachkraft für Lagerlogistik oder zum Meister für Lagerwirtschaft. Mit der Automatisierung von Kranen verlagert sich ein Teil der Arbeit auf Überwachung und Steuerung aus Leitständen.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Entscheidend sind gutes Sehen und räumliches Einschätzen von Abständen, eine sichere Verständigung mit Einweisern sowie Reaktionsvermögen. Für die Tätigkeit wird die gesundheitliche Eignung in einer arbeitsmedizinischen Vorsorge für Fahr- und Steuertätigkeiten beurteilt; das geschieht im Einzelfall und nicht nach Diagnose. Je nach Kran unterscheiden sich die Anforderungen stark: Kabinenkrane erfordern das Besteigen von Leitern oder Treppen, funkgesteuerte Krane dagegen viel Gehen und Stehen. Hilfen sind ergonomische Kabinensitze mit Armlehnensteuerung, Kamerasysteme an Haken und Katze, Funk mit Headset statt reiner Handzeichen, optische Signale sowie fest geregelte Pausen. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt kann technische Arbeitshilfen fördern, die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung finanzieren Qualifizierungen im Rahmen von Leistungen zur Teilhabe. Schwerbehinderte Beschäftigte können verlangen, von Mehrarbeit freigestellt zu werden (§ 207 SGB IX), und haben Anspruch auf Zusatzurlaub (§ 208 SGB IX).

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.