Aktuelle Stellen: IT-Projektmanager

Was macht man in diesem Beruf?

IT-Projektmanager sorgen dafür, dass IT-Vorhaben wie die Einführung einer neuen Software, die Umstellung auf ein ERP-System wie SAP, der Aufbau einer Business-Intelligence-Lösung oder die Modernisierung zentraler IT-Dienste geplant und zu Ende geführt werden. Sie klären mit den Fachabteilungen, was gebraucht wird, übersetzen diese Anforderungen in Arbeitspakete und stimmen sie mit Entwicklern, Administratoren und externen Dienstleistern ab. Sie erstellen Projekt- und Zeitpläne, überwachen Kosten und Risiken und berichten an Lenkungsausschüsse oder die Leitung. Je nach Organisation arbeiten sie nach klassischen Methoden, agil etwa mit Scrum oder in Mischformen. In vielen Stellen überschneidet sich die Rolle mit der Business-Analyse: Prozesse aufnehmen, Lastenhefte schreiben, Testfälle abstimmen.

Arbeitsalltag

Der Alltag besteht überwiegend aus Besprechungen, Abstimmungen per Telefon und Videokonferenz sowie Bildschirmarbeit mit Projektmanagement-Software, Tabellen, Ticketsystemen und Präsentationen. Typisch sind Statusmeetings, Workshops mit Anwendern, Abnahmen und das Nachhalten offener Punkte. Gearbeitet wird meist im Büro oder im Homeoffice zu regulären Bürozeiten, häufig mit Gleitzeit. Vor Go-live-Terminen, bei Systemumstellungen oder Störungen kann es zu Abend- oder Wochenendeinsätzen und spürbarem Zeitdruck kommen. Bei Beratungshäusern und Konzernen mit mehreren Standorten gehören Dienstreisen dazu, im öffentlichen Dienst und in Behörden sind sie seltener. Die Belastung ist vor allem kommunikativ und mental: Konflikte zwischen Beteiligten moderieren, Prioritäten verhandeln und Verantwortung für Ergebnisse tragen, auf die man nur teilweise direkten Einfluss hat.

Perspektiven

Die Digitalisierung von Verwaltung, Gesundheitswesen und Wirtschaft sorgt für eine stabile Nachfrage. Besonders gefragt sind Kenntnisse in SAP, Datenanalyse, Cloud-Migration, IT-Sicherheit und agilen Methoden. Mit Erfahrung führen Wege zum Programm- oder Portfoliomanager, zur Leitung eines Projektmanagement-Office, in die IT-Leitung oder in die Beratung. Zertifikate wie PRINCE2, PMP, IPMA oder Scrum-Zertifizierungen werden in Stellenanzeigen häufig verlangt und erleichtern den Aufstieg. Im öffentlichen Dienst bieten Bund, Länder, Kommunen und öffentliche IT-Dienstleister unbefristete Stellen mit tariflicher Eingruppierung.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Der Beruf stellt kaum körperliche Anforderungen an Heben, Stehen oder Gehen und lässt sich gut im Sitzen, im Homeoffice und mit flexiblen Zeiten ausüben. Entscheidend sind lange Bildschirmarbeit, viel Kommunikation in Besprechungen und Videokonferenzen sowie die Fähigkeit, mit Zeitdruck und wechselnden Prioritäten umzugehen. Für Bildschirmarbeit helfen Großbildschirme, Vergrößerungssoftware, Screenreader und Braillezeilen, wobei die Barrierefreiheit der eingesetzten Projektmanagement-Tools vorab geprüft werden sollte. Bei Höreinschränkungen unterstützen Live-Untertitel in Videokonferenzen, Höranlagen, Gebärdensprachdolmetscher und schriftliche Protokolle. Ergonomische Arbeitsplätze, Spracheingabe oder höhenverstellbare Tische lassen sich ebenfalls einrichten. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt fördert technische Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz, die Agentur für Arbeit kann einen Eingliederungszuschuss zahlen. Gegen Belastungsspitzen schützen klare Absprachen zu Erreichbarkeit und Vertretung sowie der Anspruch auf Freistellung von Mehrarbeit.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.