Aktuelle Stellen: Gruppenleiter

Was macht man in diesem Beruf?

Gruppenleiter sind die unterste oder mittlere Führungsebene in größeren Organisationen. Sie leiten eine Gruppe, die ein abgegrenztes Fachgebiet bearbeitet, etwa die Planung von Netzinfrastrukturen bei einem Versorger, das Prozess- und Servicedesign in einer Behörde oder den Rechnungseingang in einem Konzern. Sie setzen die Ziele der Abteilungsleitung in konkrete Arbeitspakete um, planen Personal und Kapazitäten, führen Mitarbeitergespräche und entscheiden über Prioritäten. Anders als in höheren Führungsebenen arbeiten Gruppenleiter häufig selbst fachlich mit, prüfen Ergebnisse, geben Planungen frei oder übernehmen schwierige Fälle.

Arbeitsalltag

Der Alltag besteht zu einem großen Teil aus Besprechungen, Abstimmungen und Bildschirmarbeit. Dazu gehören Teamrunden, Termine mit anderen Gruppen und der Abteilungsleitung, Projektsitzungen sowie Gespräche mit Dienstleistern, Kunden oder Bürgern. Zwischen den Terminen werden E-Mails beantwortet, Vorlagen und Berichte geschrieben, Kennzahlen ausgewertet und Budgets überwacht. Personalthemen wie Urlaubsplanung, Einarbeitung, Konflikte oder Stellenbesetzungen nehmen regelmäßig Zeit in Anspruch. In technischen Bereichen kommen Ortstermine auf Baustellen, in Umspannwerken oder bei Anlagen hinzu. Die Arbeitszeit liegt meist im Tagdienst mit Gleitzeit, Homeoffice ist in Verwaltung und IT oft möglich. Zeitdruck entsteht durch Fristen, Projekttermine und gleichzeitige Anfragen von mehreren Seiten. In der Netzwirtschaft kann eine Rufbereitschaft für Störungen dazugehören.

Perspektiven

Die Gruppenleitung ist häufig der erste Schritt in eine Führungslaufbahn. Mit Erfahrung ist der Wechsel in eine Abteilungs- oder Bereichsleitung möglich, ebenso in eine Projektleitung oder eine fachliche Expertenrolle ohne Personalverantwortung. Gesucht werden Führungskräfte besonders dort, wo Fachkräfte knapp sind, etwa im Netzausbau, in der Digitalisierung der Verwaltung und in der IT. Weiterbildungen in Führung, Projektmanagement, Arbeitsrecht oder Verwaltungsmanagement unterstützen den Aufstieg. Im öffentlichen Dienst ist der weitere Aufstieg oft an Laufbahn und Eingruppierung der Stelle gebunden.

Mit Schwerbehinderung in diesem Beruf

Körperlich ist die Tätigkeit meist wenig belastend, die Anforderungen liegen bei langer Bildschirmarbeit, vielen Gesprächen, Telefon- und Videokonferenzen sowie bei Konzentration unter Zeitdruck. Ortstermine und Dienstreisen können Gehen, Treppensteigen oder einen Führerschein verlangen, lassen sich aber in vielen Gruppen auf Mitarbeitende verteilen. Hilfreich sind je nach Bedarf Screenreader, Vergrößerungssoftware, große Monitore, höhenverstellbare Tische, Headsets, Hörverstärkung für Besprechungsräume, automatische Untertitel in Videokonferenzen oder Gebärdensprachdolmetschung bei wichtigen Terminen. Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice und eine Planung mit Pausen zwischen Terminen können die Belastung durch dichte Kalender verringern. Für Hilfsmittel und Arbeitsassistenz ist das Integrations- bzw. Inklusionsamt zuständig, bei beruflicher Neuorientierung die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung. Die Schwerbehindertenvertretung unterstützt bei Bewerbung und Anpassung des Arbeitsplatzes, nach längerer Krankheit greift das Betriebliche Eingliederungsmanagement.

Dieses Berufsprofil hat ein Sprachmodell (Claude) aus den Stellenanzeigen des Portals und allgemein zugänglichem Wissen erstellt. Es ersetzt keine persönliche Beratung, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt.